THE BLACK SHEEP: Ein atemberaubendes Gefühl

The Black Sheep sind Charly (Sängerin), Johanna (Gitarre), Aurora (Bass) und Trish (Drums). Eine junge All-Girl-Band aus Köln und zugleich das neuste Signing bei Roadrunner Records, die somit ihr lokales Repertoire erweitern. Dieser Tage erscheint ihr Debütalbum „Not Part Of The Deal“, ein Album mit fetten Hooklines, dynamischen Gitarren und ein Gespür für ausgeprägte Melodien. Ingo Knollmann von den Donots, und Aydo Abay (Ex-Blackmail), der auf dieser Platte zu hören ist, sind bereits bekennende Fans der Band. Wann wirst du es?

Wie kommt ihr zu Eurem Namen: „The Black Sheep“. Seid ihr schon immer die Außenseiter gewesen?

Trish: Laut Definition ist ein „schwarzes Schaf“ ja jemand, der sich negativ aus einer Gruppe hervorhebt. Das sehen wir aber nicht so eng. Etwas hervorzustechen ist ja nichts Schlechtes, das macht einen nicht sofort zum Außenseiter.

Wenn ich nach The Black Sheep google, kommen einige Bands und Acts, die genauso so heißen. Seit ihr da jetzt Rechtlich abgesichert, oder muss man sich drauf einstellen, dass ihr euch plötzlich umbenennen müsst?

Jo: Nene, den Namen werden wir nicht wechseln müssen. Das ist alles abgeklärt.

Euer Song „Noboby Knows“ war auf dem Soundtrack von „Lauf um dein Leben – vom Junkie zum Ironman“. Wie ist es dazu gekommen?

Aurora: Von einer anderen Band, die unser Manager macht, Apoptygma Berzerk, ist der Titelsong des Films. Im Zuge dessen hat unser Manager uns dem Regisseur vorgestellt und diesem hat unsere Musik so gut gefallen, dass er sie im Film haben wollte.

Habt ihr euch mit der wahren Geschichte des Top-10-Triathleten Andreas Niedrig eigentlich befasst?

Aurora: Ich habe mir seine Biographie vorher durchgelesen und mich auch mit dem Thema Iron Man näher beschäftigt. War schon fesselnd, das Ganze!

Jo: Und wir haben uns den Film natürlich im Kino angeschaut.

Rockbusiness und Drogen liegen nahe beieinander. Machen sich eure Eltern da nicht fürchterliche Sorgen?

Trish: Ach was… die kennen uns gut genug um zu wissen das wir keine harten Drogen nehmen würden. Die Musik ist unsere Droge, wir brauchen nichts anderes 😉

Ingo Knollmann von den Donots hat eure „History“ auf Eurer Homepage verfasst. Er scheint ein großer Fan zu sein. Wie kam’s dazu?

Aurora: Roadrunner hatten vorgeschlagen, dass er eine Biographie über uns schreibt und daraufhin haben wir uns getroffen und er hat uns ausführlich interviewt. Wir haben uns super verstanden und sehr viel gelacht. Das war sicher einer der Gründe.

Mit In Extremo ging es im Dezember auf Tour. Wie waren die Reaktionen auf euch? Ich kann mir vorstellen, dass die Fans der Folk-Metal-Fraktion doch sehr intolerant sein können.

Aurora: Wir befürchteten, dass sie intolerant sein würden, waren sie aber in den seltensten Fällen. Klar waren sie anfangs etwas misstrauisch, aber im Laufe des Konzerts hat sich das meistens gelegt und wir haben sehr viele Fans mitgenommen.

Wer hatte die Idee zum Duett mit Michael Rhein (alias Das letzte Einhorn) von In Extremo?

Charly: Am Anfang der Tour kam Micha auf mich zu und hat mich gefragt, ob ich eventuell bei einem von ihren Songs mitsingen möchte. Das musste man mich nicht zweimal fragen. Zufälligerweise hatten die sich das Duett für meinen In Extremo-Lieblingssong überlegt. Es war ein atemberaubendes Gefühl mit den Jungs auf der Bühne zu stehen.

Euer Album „Not Part Of The Deal“ steht in den Startlöchern. Was kann man erwarten?

Jo: 13 Songs voller Emotionen, verpackt als radiotaugliche Rocksongs, bei denen man sowohl Headbangen als auch Weinen kann. Je nachdem…

Mit welchen Thematiken befasst sich eure Musik?

Trish: Die Songs thematisieren verschiedene Gefühle, schöne wie negative. Mal behandeln sie Situationen, in die wir uns hineinversetzen oder die wir selber erlebt haben. Meistens inspiriert uns jedoch die Musik zu einer Thematik.

Welche Bands haben euch denn in der Jugend musikalisch beeinflusst?

Aurora: Viel beeinflusst haben uns Bands wie Muse, Foo Fighters, Deftones und Incubus. Was uns aber auch inspiriert hat, sind Bands, die verschiedene Stile mischen wie Enter Shikari oder Linkin Park.

Frauen auf der Bühne sind immer ein Blickfang und entsprechend als Rockmusikerin immer etwas gefragter und im Fokus des Interesse. Wie versucht ihr selbst, den Fokus auf eure Musik zu leiten, anstatt auf Äußerlichkeiten?

Trish: Wir wollen nicht verstecken, dass wir Mädels sind, aber es wär total schade wenn dieser Fakt als wichtiger angesehen wird als unsere Musik. Wir zeigen einfach nicht bei jeder Gelegenheit mit dem Finger darauf und hoffen, dass die Musik für sich selber spricht.

Nichtsdestotrotz: Wenn der Playboy anruft. Ja- Nein- Oder kommt auf die Summe drauf an?

Trish: Für jetzt: Nein! Aber man weiß ja nicht was z.B. in 5 Jahren ist… 😉

Info: www.theblacksheep.de

(Markus Tils)