RIVERBOAT GAMBLERS: Wir sind bessere Songwriter geworden

Seit dem 31.08.2012 ist ihr neues Album „The Wolf You Feed“ auch in Deutschland zu haben. Riverboat Gamblers ist eine Band mit viel Power und Energie, die vor allem auf der Bühne spürbar ist. Das neue Album ist etwas anders als ihre Vorgänger. Wir haben mit Mike Wiebe, über das neue Stück gesprochen und ihn gefragt wo er seine Energie herbekommt und ob er eigentlich Deutsche Wurzeln hat.

Hallo Mike! Wie würdest du euer neues Album „The Wolf You Feed“ am besten beschreiben?
„The Wolf You Feed“ ist ein Lauf durch einen dunkeln Wald der kälter wird und der Läufer sich immer mehr verirrt und das Licht verblasst.
Was ist der größte Unterschied zwischen euren alten und neuen Aufnahmen? 
Ich denke unsere neue Platte ist dunkler und ein bisschen mehr rock n’ roll basiert im Gegensatz zum letzten Album, welches ein bisschen mehr pop lastig ist. Ich denke alle unserer Alben fallen in gewisser Art und Weise unter den „Punk Schirm“, aber manche Leute definieren „Was punk ist“ auf eine sehr unterschiedliche Weise und ich versuche nie mich da einzumischen. Aber ich denke insgesamt sind wir jetzt einfach nur bessere Songwriter und wir ergreifen mehr Möglichkeiten. Und textlich bin ich ein bisschen mehr persönlich geworden.
Welche Einflüsse hattet ihr bei eurem neuen Album? 
Wir haben irgendwie ein Zuhause mit unserer Idee gefunden ein paar Iggy Songs mit einer Diktator Stimmung zu mischen. Wir wollten keinen early 80’s CBGB Sound nachmachen aber wir haben uns in Richtung dieser Idee angelehnt. Nachdem der Schreibprozess weiterging und wir zusammenhängende Songs fanden, haben wir das Album um diese Songs herum aufgebaut bei denen wir fühlten, dass Sie die Stimmung einfingen.
Wie kam es, ddas Grammy-Award Gewinner Stuart Sikes „The Wolf You Feed“ produziert hat? 
Wir haben unsere EP „Smash/Grab“ erschienen bei dem Label Paper and Pastik bei ihm aufgenommen. Rob, unser Bass-Player arbeitete bereits in einer früheren Band mit ihm. Wir sind echt gut klar gekommen und es war nett in unserem Staat Texas aufzunehmen.
Hast du einen Lieblingssong? 
Ich mag „Comedians“ und „Gallows Bird“ aber das ändert sich mit der Zeit. Sie sind alles meine Babys.
Der Song „Gallows Bird“ ist wahrscheinlich der untypischste Riverboat Gamblers Song auf dem Album. Was wollt ihr mit diesem Song ausdrücken bzw. was ist eure Absicht? 
Dieser Song hatte ursprünglich eine ganz andere Stimmung. Als wir die Vorproduktion mit Ted Hutt gemacht haben ging er einen Schritt zurück und meinte „Habt ihr jemals versucht diesen Song sehr langsam zu spielen?“ Daher kam die Idee es in einer Iggy Pop „nightclubbing“ Stimmung zu versuchen. Für die meiste Zeit war ich mir echt unsicher einen solchen Song auf eines unserer Alben zu packen. Jetzt fühle ich mich aber gut damit. Ich liebe es, dass die Jungs die Idee hatten den Song in die Mitte des Albums zu positionieren. Ich denke ich kämpfte erst dagegen aber sie hatten total recht damit.
Ihr seid eine super live Band. Ist es für euch wichtiger, dass die Leute eure Musik kaufen oder lieber zu einer eurer Shows kommen? 
Ich würde es echt gut finden wenn die Leute die Musik kaufen. Ich denke das eine ergänzt das andere. (Das Konzert und die Musik)
Woher hast du die ganze Energie auf der Bühne immer so auszuflippen?
Das ist ganz klar die ganze Inaktivität vom Rumsitzen in Vans für ’ne lange Zeit. Es ist total aufregend endlich dort hinzukommen was den Tag überhaupt ausmacht. Diese 45 Minuten, zu denen wir 8 Stunden brauchen um hinzukommen und wir sind schon einmal um die halbe Welt.
Hast du eigentlich Deutsche Wurzeln? Dein Nachname „Wiebe“ hört sich ziemlich Deutsch an. 😉
Das ist Deutsch. Meine Eltern sind aus Nebraska und wuchsen in kleinen Städten auf in denen alle Nachnamen Deutsch waren. Wir hatten viel Deutsches Essen in meiner Kindheit.
Habt ihr vor bald in Europa zu touren?
Wir arbeiten dran. Ich wünschte es wäre einfacher, aber wir arbeiten dran.
Und als letztes: Hast du den Deutschen Fans da draußen noch was zu sagen?
Ich kann es nicht abwarten euch zu sehen. Lasst das Licht an für mich.
(Marina Micic)