NO USE A NAME: Punk wie er im Buche steht

(20.01.2009, Hannover, Faust) Am Nachmittag vor dem Konzert hatte mein Hirn aus den letzten Windungen ein paar Songs vom Daily Grind Album ausgegraben. Obwohl seit Jahren keinen einzigen Song mehr von No use for a name gehört, pfiff ich munter vor mich hin.

In letzter Zeit war es, was Konzerte in Hannover angeht, wirklich ruhig, insbesondere, wenn es um Punk, Hardcore und Ska-Konzerte geht, die Anzahl der Konzerte wurde drastisch reduziert. So ist es dann wohl auch zu erklären, dass am Dienstag, den 20.01.2009 in der Faust in Hannover der gesamte Saal bis zum Bersten gefüllt  ist. NO USE A NAME gaben sich die Ehre. Das Publikum war gemischt, insgesamt aber eher etwas älter, aber hey, NO USE A NAME sind schon über 20 Jahre lang im Rennen.

Durch einen pinkfarbenen Nebel kamen die Jungs an die Instrumente, Frontmann Tony Sly erzählte kurz, dass sie eine Menge Songs spielen würden. Die Menge freute sich und schon gab’s was auf die Ohren. Routiniert, aber mit der Option auch mal was schief gehen zu lassen, gingen die Jungs zur Sache. Genauso war es beim Pogen und Stagediven. Ordentlich! Der Sound war selbstredend extrem laut, wobei leider der Gesang etwas zu kurz kam, dieses lag dann aber weniger an Tony Sly als am Mischer.

Neben den vielen alten Songs, die durchaus Raum für Wünsche offen ließen, spielte die Band auch einige Songs ihres aktuellen Albums „The Feel Good Record Of The Year“, die sie  geschickt einstreuten, auch den Hit des Albums „I Want To Be Wrong“ präsentierten sie der gut gelaunten Menge. Ansonsten wurden Songs wie „Justified Black Eye“, „Coming To Close“ oder auch „Life Size Mirror“ zum Besten gegeben. Irgendwie waren es dann doch nicht so viele Songs wie zu Beginn versprochen wurden, aber das verwunderte nicht weiter. Das Daily Grind Album ist schließlich auch nur 22 Minuten lang. Punk wie er im Buche steht.

Info: www.myspace.com/nouseforaname

(Alexander Kluth)