KINGS OF LEON: Überraschend kommunikativ

(26.02.2009, Köln, Palladium) Es herrscht Krieg zwischen den Kings of Leon Anhängers. Das Internet ist mal wieder voll mit unsinnigen Diskussionen. Auf der einen Seite die „Old-School“ Anhänger, die gegen die neuen Fans, der so genannten „Sex On Fire“-Radio Hörer, keifen. So ist es eben, wenn eine Band mit ihrem vierten Album „Only By The Night“ den weltweiten Durchbruch schafft und in sämtlichen Radios auf Rotation läuft.  Aber sich darüber aufzuregen und andere, fremde Menschen als Vollspasten oder Sonstiges zu bezeichnen, mit denen man sich die Band „teilt“. Muss man das verstehen oder nachvollziehen? Nee, keines Falls.

Nachdem Kings Of Leon tags zuvor das 1LIVE Radiokonzert grandios über die Bühne brachten, ging es einen Tag später im ausverkauften Palladium weiter. War das Radiokonzert schon ziemlich gut, kann man gleich hier schon erwähnen, dass die 4000 im Palladium ein noch besseres Konzert erleben durften. Die angespriesende intime Atmosphäre beim Radiokonzert brauchte an diesem Abend kein Mensch. Eh zeigte sich die Band, um die Familienbande Followill, ganz anders. Kein Vergleich zum Vortag. Sänger Caleb zeigte sich überraschend kommunikativ und animierend. Die Songauswahl war natürlich fast identisch zum Vortag und perfekt ausgesucht. Ob Kracher wie „Molly’s Chambers“, „Taper Jean Girls oder „Closer“. Mit wenigen Gesten sorgten Kings Of Leon für die richtige Rockkonzert-Atmosphäre. Energie setzte sich frei, die das Radiokonzert am Abend zuvor hat vermissen lassen. Das Palladium verwandelte sich zum größten Chor der Stadt, als „Sex On Fire“ gespielt wurde und 4000 Kehlen kräftig mitsangen. Stärkster Song des Abends war aber definitiv die aktuelle Single „Use Somebody“. Perfekt wie eh und je verging die Zeit wie im Fluge.  „Ohne Euch wären wir nur halb so gut“ verkündete Caleb unter Jubel. Zum Ende des Abends ein überraschendes Statement. Caleb entschuldigte sich für die nach seinem ermessen überteuerten Eintrittspreise von über 30€ und verkündete ein „nächstes Mal spielen wir umsonst“ heraus. Caleb Followill, wir nehmen Dich beim Wort.

Info: www.kingsofleon.com

(Markus Tils)