PUSSYCAT DOLLS: Perfekt inszeniert

(18.02.2009, Düsseldorf, Philipshalle) Jede Dekade braucht Frauenpower. Waren es in den Neunziger Jahren die Spice Girls, die für viele Jungs der Grund für schlaflose Nächte waren, sind es heutzutage die Pussycat Dolls. Nicole Scherzinger, die Freundin von Formel 1 Weltmeister Lewis Hamilton, Ashley Roberts, Jessica Sutta, Melody Thornton und Kimberly Wyatt gastierten mit ihrer „Doll Domination Tour“ in der Landeshauptstadt.

Als Support durften die Popstars-Sternchen von Queensberry ran, um ihr Gold prämiertes Album „Volume I“ zu präsentieren. Die von Detlef D! Soost gedrillten Girls zeigten 20 Minuten lang das, was sie im TV-Camp gelernt haben. Das Publikum schien begeistert. Schade, dass in Düsseldorf nicht Lady GaGa mit dabei war. Die momentane Chartstürmerin („Poker Face“) war nämlich bei einigen Shows der Pussycat Dolls ebenfalls als Support dabei – leider nicht in Düsseldorf.

Somit konnte es losgehen mit der „Doll Domination Tour“ der Pussycat Dolls. Laute Motorengeräusche ertönten im Einklang mit einem Remix der bekanntesten PCD Songs. Der schwarze Vorhang fiel und die Muschikatzen Puppen, um Frontfrau Nicole Scherzinger, wurden auf Motorrädern auf das Podest gehievt. In extravaganten und knappen Outfits – wie sollt es auch anders sein – ging es dann lasziv die Showtreppe hinunter. Hüftschwung links, Hüftschwung rechts. Es wurde heiß und die wohl geformten Körper verdrehten den Männern den Kopf. Für die weiblichen Besucher gab es fünf Tänzer, die  des Öfteren im Laufe des Abends ihren Körper zur Schau stellten. Das weibliche Kreischen war nicht zu überhören. „Wait A Minute“, „Whatcha Think About That“ oder die aktuelle Single „I Hate This Part“ – ein Hit folgte dem anderen. Dabei gab es einige Späße mit den Fans. So durften ein paar vorher auserwählte Zuschauer gemeinsam mit den „Dolls“ tanzen und bekamen als dank ein Shirt und jede Menge Applaus. Bei so viel Performance und perfektem Gesang merkte man doch schnell, dass nicht nur die Musik, sondern auch der Gesang vom Band kam. Das störte aber nicht sonderlich, denn der Gesamteindruck zählte und der war perfekt inszeniert.

Zum Ende der Show wurden auch die Songs ruhiger und die Ballade „Stickwitu“ erklang. Danach wurde die Pyrotechnik noch einmal voll aufgedreht und Feuer schoss in die Höhe während  die Pussycat Dolls von der Bühne gingen. Doch das sollte noch nicht alles gewesen sein. Mit ihrem ersten großen Hit „Don’t Cha“ und „When I Grow Up“ beendeten die Damen ihre recht unterhaltsame Show.

Info: www.myspace.com/pussycatdolls

(Markus Tils)