NOISE-O-LUTION NIGHT: SCUMBUCKET, HARMFUL, ULME

(31.11.2009, Dortmund, Inside Club) 20Jahre VISIONS! Zum Jubiläum des Visions-Magazins war Dortmund im musikalischen Ausnahmezustand. Internationale und nationale Top-Acts gaben sich in Dortmund die Klinge in die Hand. Man hätte an diesem Samstag sich einiges anschauen können. Aber anstatt sich The Hives, die Editors, Oceansize und Long Distance Calling im FZW anzuschauen ging es in den INSIDE CLUB, wo das Berliner Label Nois-O-Lution drei Schmankerl des Noise-Rock präsentierten.

Der INSIDE  CLUB war ausverkauft und drinnen herrschte eine stickige Hitze, aber dennoch angenehme Atmosphäre. Passend dazu, der brachial Sound der Nordlichter von ULME. Die Hamburger präsentierten ihr neustes Werk „Tropic Of Taurus“, dass nach einer Neubesetzung und 2 jähriger Pause entstand. Das Publikum nahm die Tracks dankend an und zeigte sich noch recht zurückhaltend. Die Hessen von Harmful kamen gerade aus dem Studio, wo sie innerhalb von sechs Tagen ihr achtes Studioalbum aufnahmen. Ein Release ist bisweilen für Frühjahr 2010 geplant. Insgesamt gab es an dem Abend nur einen neuen Track vom kommenden Album. Aufgrund des besonderen Ereignisses in der Stadt hatten Harmful viele Songs aus den Zeiten vor der „Wromantic“ parat. Brachial, laut und voller Energie. Der Sound donnerte und Sänger Aren Grimassenspiel mit dem Publikum funktionierte. Die Wartezeit kann somit mit Spannung beginnen.

Mit dem Umbau ließ man sich Zeit. Bloß kein Stress! Scumbucket, die gerade eine Neuauflage ihres Debütalbum „Heliphobe“ aufgenommen haben und dieses Album unter dem neuen Titel „Heliphobia“ via Nois-O-Lution re-releasen waren ziemlich relaxt. Es passte zum Gesamtbild des Abends und dem eigentlichen Grund dieser Veranstaltung. VISIONS Geburtstagsparty…obwohl, davon hat man rein visuell aber leider nichts gemerkt. Auch die Sonnenflügel im INSIDE CLUB waren Deko-mäßig eher hinderlich, da sie den Blick auf die Bühne beeinträchtigten. Egal, schließlich war man wegen der Mucke da und da knallten Harmonie, Melancholie und exquisite Solis aufeinander. Die Songauswahl der Koblenzer reichte vom Debüt bis hin zum letzten Album „Kiss Than Kind“. Gerade die Songs aus diesem Album haben Scumbucket zu einer der wichtigsten Alternative Rockbands gehievt. Aber wen wunderst? Schließlich ist Kurt Ebelhäuser auch für die Tracks von Blackmail zuständig gewesen und der versteht sein Handwerk. „Der letzte Song für heute, dann Licht aus, Tür zu und man kann machen was man will“, so Ebelhäuser mit einem verschwitzten Lächeln. Doch auch nach dem Konzert war in Dortmund noch lange nicht Schluss….

Info: www.noisolution.de

(Markus Tils)