T-Mobile Extreme Playgrounds live@Duisburg

So war man gegen 16Uhr im Landschaftspark Nord und schaute sich dort in der Veranstaltungshalle Kraftzentrale die BMX Dirt Jumper an. Naja, nett anzusehen, aber um ehrlich zu sein, AFI und Bad Religion waren die Gründe, warum man von Köln nach Duisburg gefahren ist. Auch wenn im BMX Dirt Jump Finale Vorjahressieger Rob Darden (USA) auf die Trickmaster Patrick Guimez (FRA), Ryan Guettler (AUS) und seinen Landsmann Anthony Napolitan traf und seinen Titel an letzten verlor. Im MTB Slopestyle-Finale traf Vorjahres-Sieger Amir Kabbani auf Martin Söderström (SWE) und Sam Pilgrim (UK). Debütant Söderström legte mit  einen 360 sowie einen Backflip auf das Slope-Parkett, gefolgt in den Dirt Hügeln von einem Double Whip, 360 Tailwhip und 360 Downside Whip und sicherte den Sieg des Abends. Beim 360 Contest konnten sich die Fahrer mit dem Besten aus ihrer Trickkiste beweisen. Anthony Napolitan sicherte sich mit einem astreinen 360 Indian Seatgrap den ersten Platz und damit eine Xbox 360. Sam Pilgrim wiederum brillierte bei den MTBern und räumte mit einem One Foot Xup Frontflip ab. Beim 360 Contest konnten sich die Fahrer mit dem Besten aus ihrer Trickkiste beweisen. Anthony Napolitan sicherte sich mit einem astreinen 360 Indian Seatgrap den ersten Platz und damit eine Xbox 360. Sam Pilgrim wiederum brillierte bei den MTBern und räumte mit einem One Foot Xup Frontflip ab. Soviel zum sportlichen Teil des Tages!

Musikalisch boten AFI einen perfekten Auftritt und spielten die Hits der letzten drei Alben, wobei sie mit „Love Is A Many Splendored Thing“ tief in ihr Reportaire blicken ließen.
Der Song stammt nämlich aus dem Jahr 1994 und ist – meines Erachtens – nur auf der Split-EP mit Screw 32, Dead and Gone, and Black Fork unter dem Namen „This Is Berkeley, Not West Bay“. Mit „My Brain Is Hanging Upside Down“ folgte ein Ramones Cover und Havoy outete sich danach als ABBA Fan, der lieber ABBA covern würde, anstelle der Ramones.  Ob das jetzt so stimmt, sei mal dahin gestellt. „Love Like Winter“ erklingt auf jeden Fall voller Inbrunst und mit dem Satz „I’m going to california, now“, leitete Davey Havok „Miss Murder“ und zugleich das Ende des Sets ein.

Das absolute Highlight des Tages waren eindeutig Bad Religion. Die Punkrock-Pioniere zeigten mit „Do What You Want“ gleich von der ersten Minuten an, dass sie auch nach drei Dekaden Bandgeschichte und vierzehn Studioalben immer noch wissen, wie man das Publikum in seinen Bann zieht. Sänger Greg Graffin, sichtlich angetan von den aufblasbaren Werbeartikeln des Hauptsponsors witzelte gemeinsam mit Bassist Jay Bentley um die Wette. Mit den altbekannten und packenden Gitarrenriffs von Greg Hetson und Brian Baker erklagen an diesem Abend alle Hits wie „American Jesus“, „Recipe For Hate“, „No Control“ und viele mehr. Mit der Ankündigung, dass man im Sommer wieder kommt, ging es mit „21st Century (Digital Boy)“ von der Bühne. Aber als Headliner ist man privilegiert, so dass man noch Zeit hatte, um noch einmal auf die Bühne zukommen. So gab es zum Finale einer wirklich gelungenen Show  „Infected“, „Punk Rock Song“ und „Sorrow“ als Zugaben.

(Markus Tils)