MAD CADDIES – Immer wieder gut!

(22.10.2010, Hamburg, Markthalle) Ein Jahr ohne die MAD CADDIES ist kein gutes Jahr. Zumindest bereisen die Kalifornier unser Land regelmäßig.  Nach ein paar Festivals im Sommer kamen sie nun, wie zuvor berichtet, für eine große Europatour zurück nach Deutschland. Supportet wurden sie dabei von der Band THE EXPENDABLES.
 
Um Punkt 21:00 Uhr ging es für die Band um Frontman Geoff Weers los. Sie blickten leider eine relativ leere Markthalle und auf ein ziemlich ruhiges Publikum. Hierzu Lande ist die Band nicht gut bekannt, was die Leere vor der Bühne erklärte. Musikalisch scheinen sie zu den MAD CADDIES zu passen, gewöhnungsbedürftig ist der Stil dennoch. Dieser lässt sich nicht besser beschreiben, wie die Band selbst über sich sagt: Reggae had sex with metal, Punk got in the mix, and Ska videotaped it all. Then out pooped The Expendables. Besser kann man es wohl nicht beschreiben. Die Stimmung im Publikum war die meiste Zeit über sehr verhalten, aber die Markthalle füllte sich, bis auch eine Hand voll Fans vor der Bühne standen und mit grölten. Hingucker war in jedem Fall Sänger Geoff, der etwas kurios mit seinem Bart und Cap aussah. Mit einem Set von 45 Minuten bespaßte die Band ihr Publikum zumindest ziemlich lang für eine Vorband. 
 
Aufgewärmt und mit großer Erwartung kamen die MAD CADDIES um 22:30 auf die Bühne. Die Markthalle füllte sich zumindest im vorderen Bereich, sodass die große Markthalle nicht mehr leer war. Die Stimmung war gleich von Anfang an voller Energie und die Fans gingen zumindest in der Mitte tierisch ab. Die Band war gut drauf und legte sofort mit einem guten Tempo los. Es wurde heißer und die Fans fielen regelmäßig auf die Treppen. Hätte auch der Dominoday sein können. Dies tat der Atmosphäre aber keinen Abbruch. Highlightsongs wie „Monkeys“, „Silence“ oder Trophäe „Drinking for 11“ konnten die Menge immer wieder dazu bewegen durchzudrehen. Die Fans waren sogar so gut drauf, und wollten der Band so nahe wie möglich sein, dass sie trotz Securities regelmäßig auf der Bühne herumspazierten und Posaunist Ed sogar den Zug aus der Posaune gezogen haben, während er spielte. Ganz so lustig fand er das mit Sicherheit nicht. Was aber sehr lustig war, zumindest für den einen oder anderen war das Kunststück von Sänger Chuck, in die Luft zu spucken und die Spucke wieder mit seinem Mund aufzufangen.  Trompeter Keith war sichtlich so fertig (von was auch immer, man munkelte), dass er nach fast jedem Song eine kurze Verschnaufpause brauchte. Völlig durchgeschwitzt und sichtlich glücklich ließen er und Chuck mit einer kurzen aber schönen Dankesrede die Fans wissen, wie toll es für die Band ist wieder deutschen Boden unter den Füßen zu haben. Impulsiv ging es weiter und Songs wie „Contraband“ oder „Weird Beard“ ließen das Publikum zu keiner Sekunde zur Ruhe kommen. Während der Zugabe wurde klar welcher Fußballverein in Hamburg zumindest bei den MAD CADDIES Fans dominierte: St. Pauli! Man hätte auch bei einem Heimspiel sein können. Nach 90 Minuten sollte das Spektakel zu Ende sein, eine ordentliche Zeit für ein Ska-Punk Konzert. Beim rausgehen viel auf: Es war leerer als gedacht. Die Markthalle war nur zur Hälfte gefüllt. In Anbetracht auf frühere Konzerte in der selben Location war das schon mal anders. Gut war es trotzdem und daher immer wieder gerne!