SAMIAM live@Köln

(04.10.2011, Köln, Underground) Während City & Colour in der ausverkauften Essigfabrik spielt, versammelt sich das ältere Semester im Kölner Underground, um die Pioniere des Emo-Punks ihr Ohr zu schenken. Einen großen Unterschied zur letztjährigen Samiam Tour gibt es: Diesmal haben die Herrschaften nach 5-jähriger Albumpause mit „Trips“ ein neues Album mit 13 Hymnen im Gepäck.

Als OFF WITH THEIR HEADS gegen 20:30Uhr die Bühne betreten, um eine Kostprobe ihres musikalischen Punkrock-Schaffens zu geben, füllt sich der Club. Ihr eigenwilliger Auftritt nonstop durchzuspielen kommt gut an und Ende des Sets bejubeln die Zuschauer diese überzeugende Leistung.

„Wer keine neuen Songs hören will, soll draußen warten und später erst reinkommen“, so Sänger Jason Beebout schmunzelnd nach dem Opener „80West“.

Bei der Klasse der neuen Songs wagt es niemand den Club zu verlassen und feiert stattdessen „Clean Up“ und „September“ ordentlich ab. Enthusiastisch fallen die Reaktionen beim ersten altbekannten Song „Sunshine“ aus. Weitere Klassiker wie „She Found You“, „Stepson“,  „Capsized“ und am Ende „Full On“ tragen ihr Übrigens an diesem Abend bei. Beebout ist gut auflegt und macht seine Scherze mit seinen Kollegen, sowie mit dem Publikum. Fingerpointing und grölende Männerkehlen wohin man schaut. Ein herrliches Bild, das nur durch einen nervigen AK47-T-Shirt-Träger getrübt wird, der auch noch so dreist ist Bier von der Bühne zu stibitzen. Die Band ignoriert den Typen und konzentriert sich aufs Wesentliche und spielt ein kurzweiliges Konzert das nichts missen lässt. Das Publikum ist mehr als zufrieden und hat seinen Spaß, der dank Samiam größtenteils aus nostalgischen Jugenderinnerungen besteht. Samiam ist ebenfalls anzumerken, dass dieser Abend etwas Besonderes umgibt, an dem nichts auszusetzen ist.

Info: http://www.samiamfancy.com/ / www.myspace.com/offwiththeirheads

(Markus A. Tils)