THE BOUNCING SOULS, DAVE HAUSE, THE DOWNTOWN STRUTS live in Hamburg

(28.08.2012, Hamburg, Knust) Nachdem die Bouncing Souls bereits im Frühjahr dieses Jahres u.A. auf dem Groezrock gespielt haben und mit Bands wie den Dropkick Murphys und den Menzingers auf Tour waren, kamen sie jetzt im Sommer mit Dave Hause (The Loved Ones) und den Downtown Struts im Gepäck nochmals auf Tour.  Ganz im Namen ihres neues Albums „Comet“ welches am 22. Juni auf ADA / Rise / Warner erschienen ist. Wir waren in Hamburg mit dabei.

Opener The Downtown Struts sind eine relativ junge punk-rock Band aus den USA die sich erst 2008 gegründet haben und erst im August ihre erste Platte „Victoria!“ veröffentlicht haben.  Entsprechend wenig bekannt sind sie bisher in Deutschland. Die Platte lässt sich echt gut anhören und auch live haben sie eine solide Performance abgelegt, die auf jeden Fall überzeugt und den richtigen Vorgeschmack liefert, für das was noch kommen mag. Nichts unglaublich Neues aber guter Punk-Rock den man sich gerne anhören mag. 
 
Dave Hause war da schon mehr bekannt und der Moshpit füllte sich nicht mit pogo punk-rockern sondern mit vielen Mädels die bei Dave Hause vermutlich nur so dahin schmelzen. Dave Hause – bekannt als der Sänger von The Loved Ones hat sich spätestens seit der Revival Tour mit u.a. Chuck Ragan und Brian Fallon alle Ehren gemacht und tourt nun Solo mit seiner Gitarre umher. Eine Stimme bei der Gänsehaut pur vorprogrammiert ist. Mit Songs wie  „Pray for Tuscon“ oder „C’Mon Kid“ liegen ihm nicht nur die Mädels zu Füßen. Auch als ihm die Saite seiner E-Gitarre gerissen ist, lacht er nur und verzieht keine Miene. „Shit Happens“ sagte er und spielte einfach weiter als wäre nichts passiert und griff danach zur Akustik Gitarre. So geht das!
 
Als dann die Bouncing Souls mit dem Song „Static“ ihres neuen Albums die Bühne stürmten, gab es erst mal kein halten mehr beim Publikum.  Gefolgt von „Kids and Heroes“ und „Sing along forever“ aus dem Album „Anchors Aweigh“ ein sehr guter Auftakt. Die Jungs waren gut drauf und es machte Spaß in der Menge zu stehen. Die einzige Kritik die sich die Jungs wohl schon öfter anhören mussten ist die Bewegungslosigkeit von Sänger Greg während alle abgehen aber er nur nach vor und nach hinten wippt. Da fragt man sich wie kann das sein, aber Bands sind in der Performance genauso verschieden wie in ihrer Musik. Dennoch wäre es wohl der Hammer, wenn auch Greg mal richtig ausflippen würde.  Wunschdenken.  Die Menge kocht und Songs wie „East Coast, Fuck you!“, „Hopeless Romantic“ und „True Believers“ durften nicht fehlen. Ein abgerundetes Set bei dem als Zugabe die Songs „Baptized“ und „Lean on Sheena“ nicht gefehlt haben. Den einzigen Songs die ich mir jedoch noch gewünscht hätte wären „Better Things“ und „Ghosts on the Boardwalk“ gewesen.  Aber es ist eben kein Wunschkonzert sondern ein punk-rock Konzert, an sich eine gute Eigenschaft. Die Bouncing Souls sind immer wieder ein Vergnügen und man kann nur hoffen, dass sie auch weiterhin so regelmäßig ihr deutsches Publikum beglücken. Großartige Band!