CAPTAIN PLANET live@Köln

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(14.09.2013, Gebäude9, Köln) Urlaub vorbei, Sommer vorbei! Keine 24 Stunden zuvor lag man noch in der Sonne am Atlantik und nun ist man im herbstlichen Köln angelangt. Vom Wetter mal abgesehen, ist es aber kein Grund jetzt traurig zu sein, schließlich beginnt jetzt die Zeit in der es Spaß macht, sich die Tage mit guten Konzertabenden zu versüßen. Somit geht es an diesem Abend ins Gebäude9 um eine ordentliche Portion deutschsprachigen Punkrock abzubekommen. Welchen Stellenwert Captain Planet sich in den letzten Jahren erspielt haben merkt man vor allem daran, wie viele Menschen sich von der Haltestelle „Messe/Osthallen“ in Richtung Deutz-Mülheimer Strasse bewegen. 300 Karten sollen im Vorverkauf über die Theke gegangen sein und die Schlange an der Abendkasse ist auch nicht von schlechten Eltern. Wie voll es am Ende tatsächlich ist, sieht man erst als Grand Griffon die Bühne betreten und auch die letzten Raucher, die noch einmal hastig an ihren Zigarette ziehen, ins Gebäude9 eilen.

Neulinge sind Grand Griffon keine mehr,  die seit vier Jahren existierende Band besteht nämlich aus ehemaligen Mitgliedern von Tackleberry, Kurhaus und Escapado (Der Bekanntheitsgrad beim Namedropping ist aufsteigend :-)).  Es zeigt sich, dass viele Leute nicht nur wegen Captain Planet da sind, sondern ebenso gespannt auf den Auftritt von Grand Griffon. Die legen auch direkt zu Beginn energisch los und machen mit druckvollem Sound sehr gut Stimmung. 40 Minuten feinster mit deutschsprachiger Punkrock!

Die kurze Umbaupause wird genutzt, um ein frisches Bier zu organisieren und ziemlich schnell stehen auch schon Captain Planet auf der Bühne. Sichtlich angetan von dem Ansturm an diesem Abend verkündet Gitarrist Benni Sturm erst einmal seine Nervosität. Aber trotz der anscheinen Nervosität strotzen Captain Planet vor Spielfreude. Es brechen alle Dämme in nu und sämtliche Anwesenden grölen jede Textzeile mit und der ein oder andere startet zum Crowdsurfen. Obwohl  Captain Planet mit einigen technischen Problemen zu kämpfen hat, preschen sie kraftvoll durch ihr Set. Köln bekommt an diesem Abend einige Songs des aktuellen Albums „Treibeis“ zu hören, die aber genauso abgefeiert werden, als ob es sich dabei um alte Klassiker wie „Walbaby“ oder „Ohne Worte“ handelt. Großartig! Kurz vor 23 Uhr verabschieden sich Captain Planet nach einigen Zugaben mit „Wort auf der Brücke“ und hinterlassen ein glückliches Publikum, das den Abend an der Theke mit einem Bier gemütlich ausklingen lässt.
(Markus Tils)