REBELLION TOUR 6 – live in Köln

(19.02.2015, Köln, Gebäude9) Nachdem Madball letztes Jahr im April bereits die Rebellion Tour 5 spielten, durften sich Fans der New Yorker auf ein erneutes Gastspiel freuen. Diesmal im Schlepptau Strife, Rise Of The Northstar, Backtrack und Additional Time. Alles eine Nummer “kleiner“, aber nicht weniger interessant und vielversprechender.

Da Additional Time pünktlich anfingen, standen beim Betreten der Halle bereits Backtrack auf der Bühne. Das Gebäude9 war auf jeden Fall gut gefüllt und Backtrack boten eine Show mit allem, was das Hardcore Herz erfreut. Tougher New York Hardcore, der straight nach vorn ging. Guter Auftritt der Band, der direkt Lust auf mehr und neues Material machte. Schließlich hat deren letztes Album „Lost In Life“ auch schon vier Jahre auf dem Buckel.

Rise Of The Northstar - REBELLION TOUR 6 - live in Köln

Im Anschluss waren dann Rise Of The Northstar dran, die momentan etwas gehypt werden und als nächster großer Scheiß wohl gelten. Die Band aus Paris erschien einen Tag nach Aschermittwoch Stilecht im japanischen Ausgehanzug und Gitarrist Evangelion B. mit Mundschutz. „Okay“, dachten sich nicht wenige im Publikum. Es passte nicht wirklich ins Gesamtbild des Abends. Auf jeden Fall legten Rise Of The Northstar direkt los und machten mit druckvollem Sound viel Stimmung, bei dem noch etwas zurückhaltenden Publikum. Im Fokus des Sets natürlich das aktuelle Album „Welcame“, mit seinen fetten Nummern wie „Samurai Spirit“ oder „Welcame (Furyo State Of Mind)“. Als das Eis zwischen Band und Publikum endlich gebrochen war, hieß es aber auch schon wieder „Au Revoir“ und ROTN machten Platz für Strife.

Strife - REBELLION TOUR 6 - live in Köln

Immer noch mit der 2012er Veröffentlichung „Witness a Rebirth“ im Rücken stürmten Strife die Bühne. Das die Old-School Veteranen um Shouter Rick Rodney und Gitarrist Andrew Kline eine Bank sind, merkt man ihnen direkt an. Mit einer energischen Show konnten die Altmeister die Halle für sich gewinnen und es dauerte auch nicht lange, bis sich Rodney mit dem Mikro die hohe Stirn blutig schlug. Er ist halt ein wenig wahnsinnig. Der blutige Punkt auf seiner Stirn gehörte genauso dazu wie der klägliche Versuche eines Handstandes vor dem Schlagzeug. Songs und Ansagen wechselten sich ab. Strife bedienten sich gekonnt aus ihrem Repertoire und lieferten ein kraftvolles und kurzweiliges Set ab. (Memo an mich: Mal wieder die guten alten Strife Alben in den Player legen! )

Madball - REBELLION TOUR 6 - live in Köln

Jetzt wurde es auch Zeit für die grandiosen Madball. Dachte man! Die Technik streikte und die Umbaupause zog sich in die Länge. Irgendwas mit Bryan „Mitts“ Daniels Mikro schien nicht so zu funktionieren wie gewünscht. Das Publikum wurde schon etwas ungeduldig und vereinzelte Pfiffe hallten durch das Gebäude9. Mit einer halben Stunde Verspätung kamen Madball endlich auf die Bühnen und legten gleich mit „Set It Off“ los. Was ab jetzt folgte, war einfach nur ein Feuerwerk an Madball Hits und Bühnen Aktion. Die anwesenden Leute ließen sich nicht lange bitten, und so wurde schon bald die Bühne von Stagedivern belagert und jeder einzelne Song abgefeiert. Neben “Look My Way”, “Hold It Down” und “For My Enemies” von den älteren Alben wurde unter anderem auch „Born Strong“ und „Doc Marten Stomp“ vom aktuellen Album “Hardcore Lives” gespielt. Madball steckten an diesem Abend voller Spielfreude und hatten sichtlichen Spaß an der Show und allen voran an der Tatsache, dass es keinen Bühnengraben gab. Freddy war von der Stimmung so fasziniert, dass er diesen Abend als besten der bisherigen Tour ausruft. „Der Auftakt in Berlin war okay, Hamburg war gestern etwas müde, aber so wie heute, so stell ich es mir vor“, so Freddy Cricien. „That’s The Fucking Spirit“.

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