BOYSETSFIRE live in Hamburg

(01.10.2015, Hamburg, Docks) Boysetsfire Tourauftakt in Hamburg mit neuem Album im Gepäck und Support von Silverstein und Great Collapse. Fans von Boysetsfire in Deutschland können sich derzeit richtig glücklich schätzen, denn an mangelnden Konzerten mangelt es hierzulande nicht. Da war die Full-Album-Konzert Reihe oder das Family First Festival in Köln. Nicht viele Bands würdigen ihre Fans so sehr wie Boysetsfire.

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Der Abend begann mit Great Collapse aus Kalifornien dessen Frontmann kein Unbekannter ist. Sänger Thomas Barnett von Strike Anywhere gibt der Band seine Stimme und auch Gitarrist Chris Chasse (Ex-Rise Against/Nations Afire), Gitarrist Tom Arnott (At Risk) Bassist Joe Saucedo (Set Your Goals) und Schlagzeuger Todd Hennig (Nations Afire/Ex-Death By Stereo) machen diese Band zu einem Allstar-Projekt. Noch war es recht überschaubar vor der Bühne und richtig Stimmung wollte nicht aufkommen, zu den noch recht unbekannten Liedern. Trotz oder gerade wegen Thomas Barnett erinnert fast jeder Song irgendwie an Strike Anywhere. Aber nur fast. Silverstein_live2015

Voller wurde es im mittlerweile ausverkauften Docks als die Kanadier Silverstein die Bühne betraten. Ebenfalls eine Band die schon seit mehr als 15 Jahren erfolgreich die Bühnen dieser Welt bespielten und eine große Fangemeinde in Deutschland haben. Musikalisch passte die Band sicherlich in das Konzept an diesem Abend. Geschmacklich allerdings gingen die Meinungen offensichtlich auseinander. Die Band ging gut ab und das Publikum im vorderen Drittel hatte sichtlich Spaß. Die anderen zwei Drittel versuchten allerdings irgendwie zu entkommen, welches sich im überfüllten Docks schwierig gestaltete. Die Band war sicherlich ein Highlight für alle Fans, aber nervig für alle anderen, die nicht so sehr von Shanes Gesang angetan waren.

Boysetsfire_live2015

Die Zeit verging schnell und es dauerte nicht lang bis Boysetsfire die Bühne betraten und mit „Savage Blood“ des neuen Albums „s/t“ die Show eröffneten. Begleitet vom Räucherstäbchen Geruch folgten die Klassiker „Requiem“ und „Release the Dogs“. Ebenfalls dauerte es nach den ersten drei Songs nicht lang zu bemerken, dass Nathan offensichtlicher weise nicht fit war und seine Stimme sehr angeschlagen war. Statt Bier gab es Tee und etwas das wie Fenchelhonig aussah, um das beste aus seiner Stimme zu machen. Es war ihm mehr als unangenehm, dem Publikum nicht 100% geben zu können. Der Stimmung im Publikum schadete dies allerdings nicht. Insbesondere als dann einfach alle im Publikum den Anfang „Walk Astray“ mitsangen. Nathan war sichtlich gerührt. Eigentlich dachte man, er würde jeden Moment abbrechen müssen, aber irgendwie schaffte er es durchzuhalten. Zwischendurch noch etwas Fenchelhonig und es ging weiter. Viele Songs vom neuen Album gab es nicht, dafür die Klassiker wie „After the Eulogy“ und „Rookie“. Die Zugabe kam irgendwie viel zu schnell und „My Life in the Knife Trade“, „Cutting Room Floor“ und „Empire“ sollten diesen Abend beenden. Trotz Beeinträchtigungen war es ein schönes Konzert und Boysetsfire sind und bleiben eine großartige Band.

Info: www.boysetsfire.net  / www.silversteinmusic.com / www.facebook.com/GreatCollapse