Liminal Digs: Dragonfly

Liminal Digs

(Fluttery Records) Wenn zwei sich treffen, die unterschiedliche musikalische Vorlieben haben, wird es meistens spannend. Die New Yorkerin  Mama Crow und der aus Ecuador stammende Producer Daniel Lofredo Rota experimentieren als gemischtes Doppel Liminal Digs, mit minimaler Elektronik und dem Equipment eines Singer / Songwriters. Aus dieser Zusammenarbeit ist die Debüt EP „Dragonfly“ entstanden. Vier Songs die auf leisen Sohlen antreten. Es beginnt kalt, mysteriös und düster, mit der Stimme von Mama Crow fließt Wärme über die Klänge. Schnell verstummt das Organ der Sängerin und durch „Thunder“ ergießt sich ein Muster aus Saiten und wirren Soundcollagen. Die Trennlinie zwischen Stimme und Musik ist teilweise sehr verschwommen. Wahrlich berauschend verbündet sich der hohe feminine Gesang mit den Geräuschexperimenten bei „Intoxicate Me“. Nach sphärischen Momenten wandern die Gedanken beim erklingen einer Spieluhr und dem engelsgleichen Singen hinter die Wände eines wohlbehüteten Kinderzimmers. Trotz dass „Dragonfly“ aus nur vier Songs besteht, mangelt es nicht an Abwechslung. Beim Titeltrack blüht die Stimme in voller Pracht auf und formt die Melodie zu diesem Stück. Die Instrumente spielen dafür eher nebeneinander. Ein Streichinstrument verbreitet einen Hauch Traurigkeit, zu der die Gitarre gerade neu gestimmt wird. Die Neugierde ist geweckt und die Gedanken werden sich noch weiter damit beschäftigen wie verworren der Weg von Liminal Digs weiter geht.

7 out of 10 stars (7 / 10)

Info: www.flutteryrecords.com/liminaldigs.html