Gespenst: Dogma

Gespenst: Dogma

(Fluttery Records) Wer seiner Band den Namen Gespenst verpasst, zu dem passt kein besserer Veröffentlichungstag als Halloween. Das Post- Rock Duo aus Kuala Lumpur mag es gesangslos und konzentriert sich voll und ganz auf den Sound. Aus minimalen Riffs erschaffen die Brüder Syahmi und Zuhair Rawi ein geheimnisvolles Stück Musik. Die sechs Tracks der EP werden auf 40 Minuten gedehnt. Dabei vermischt sich auf „Dogma“ die Härte der Gitarren mit weich fließenden Stromtönen aus synthetischer Herstellung. Die Harmonie der Songs wird in griffigen Rock und pulsierende Elemente aufgeteilt. Flirrende Saiten, greinende Streichinstrumente oder pochende Drums stabilisieren die Melancholie der Stücke. Dieser seidig weiche Klangmantel wird stets abrupt abgeworfen und in stromig raue Gewänder gepackt. Wie die Gezeiten das Wasser wenden Gespenst immer wieder ihre Gefühle. Was mild beginnt steigert sich im Laufe der Minuten, um nach dem schrabbeligen Gitarrenhöhepunkt wie in „Immortal“ in sich zusammen zu sacken. Mit seichter Melodie und den Feinheiten der Tasten bäumt sich „Rebirth“ in Zeitlupengeschwindigkeit zu einem atmosphärischen Klangerlebnis auf, genauso wie „Every Ends“, welches den aktuellen Silberling wehmütig und kraftvoll abrundet.

7 out of 10 stars (7 / 10)

Info: gespenst.bandcamp.com