Leyya: Spanish Disco

Leyya: Spanish Disco

(Las Vegas Records/Rough Trade) Ein kräftiger Schlag auf dem Kopf und die Augen drehen sich nach innen… So jedenfalls sieht es auf dem Cover des Debütalbums „Spanish Disco“ von Leyya aus. Klappt man die Papphülle auf, sticht dem Betrachter gleich eine tropfende Spritze ins Auge, die sich direkt im Blickfeld vor der Trackliste platziert. So als wären diese elf Stücke, die ordentlich mit einem Into und Outro umschlossen sind, die Injektion für den schmerzenden Kopf.

Das Duo aus Österreich gibt sich der elektronischen Klanggestaltung hin. Dabei entstehen keine pumpenden Beats, sondern schleichende Melodien die sich elfenhaft bewegen. Für Lautes haben Leyya nicht viel übrig, dennoch schieben sich aufbrausende Klänge zwischen den synthetisch, dumpfen Leisegang wie in „Brando“. Sängerin Sophie braucht nur einmal tief Luft zu holen damit sich der flüsternde Gesang sirenenförmig aufbäumt. Ein herbes Brummen begleitet das seidige Gewand von „Jordan“. Das flirrende „Coma Kit“ wirkt hypnotisch auf den Geist und benebelt die Sinne. Entstehende Gedanken an Portishead lassen sich nicht wegwischen. Den Stücken kann ein enger Verwandtheitsgrad mit den Werken der Briten zugewiesen werden, ohne die große Schwester zu kopieren, was Leyya mit ihren Debüt hörbar beweisen.

7 out of 10 stars (7 / 10)

Info: www.facebook.com/Leyya.Music