GHOST: Meliora

Ghost - Meliora

(Spinefarm / Universal Music) Ghost sind zurück aus der Verdammnis! Endlich… Eine der besten Nachrichten des ganzen Jahres und ein Freudenfest für alle, deren Herz auch nur ein wenig für Okkult-Metal schlägt. Nachdem Papa Emeritus II mach der letzten Tour abdankten führt jetzt Papa Emeritus III als Oberhaupt von Ghost seine namenlosen Ghul an.

Nachdem das letzte Album „Infestissumam“ von allen Seiten dieser Erde abgefeiert wurde, sind die Erwartungen an „Meliora“ natürlich groß. Doch „Meliora“ wird diesen gerecht! Die Schweden gehören eigentlich zu einer aussterbenden Sorte von Musikern, die Musik, als etwas natürlich Gewachsenes begreifen und den Mut aufbringen, sich jenseits des faden Mainstreams zu bewegen. Man könnte sogar vereinfacht sagen, Ghost machen schlicht und einfach geniale Musik, mit abstrusen Texten und bieten die passende Show gleich mit. Puristen mögen der Band vorhalten, dass ihr Sound und Auftreten kitschig und überladen sei. Soll so sein, ist ja auch so. Aber im Unterschied zu vielen verkrampft auf anders produzierten Acts weiß man hier einfach, was man hat. Und bei Nummern wie dem Opener „Spirit“, dem darauffolgenden „From The Pinnacle To The Pit“, „He Is“ oder dem Schlusspunkt „Deus In Absentia“ schlägt das dunkle Herz einfach höher.  Das ist Musik, die klingt nach dem Besten aus psychedelischem Rock und Doom Metal, vermischt mit dem Besten, was man von heutigem Heavy Metal erwarten kann. Am Ende bleiben zehn Songs ohne Ausfall, und damit setzen Ghost eine beachtliche Duftmarke für zukünftige Großtaten.

9 out of 10 stars (9 / 10)

Info: www.facebook.com/thebandghost