Joachim Witt: Ich

Joachim Witt: Ich

(Oblivion /SPV) Wenn man für alles was mit Produktion und Songwriting zu tun hat selbst verantwortlich ist, liegt der Name für dieses selbstproduzierte Werk eigentlich auf der Hand. Drei Buchstaben beschreiben es schlich und einfach mit „Ich“.  Was Witt seinen Fans nach gerade mal 18 Monaten als Nachfolger von „Neumond“ bietet ist allerdings keineswegs schlicht.

Joachim Witt hat immer noch genügend Ideen im Kopf die raus wollen und einfach nur noch verarbeitet werden müssen. Das Leben mit seinen schönen und schattigen Momenten ist der Informant. Viele Erlebnisse, Erfahrungen und Gedankengänge müssen nur sortiert und im eigensinnigen Stil aufs Papier gebracht werden.

Mit viel Ruhe bauen sich die ersten Songs gemächlich auf. Rein tanzbares oder hymnische Melodien werden die Fans des einstigen NDW- Stars nicht so schnell zu Ohren bekommen, dafür schleicht sich der Schlager an so einigen Stellen des Albums mit ein. Synthetische Klänge oder Gitarren werden geschmeidig miteinander verbunden, damit der wohlbekannte Sound zum Vorschein kommt. Musikalisch bleibt Witt nie auf einem Fuß stehen und baut alle Stil- Etappen von Pop bis Elektronik und seltener die härteren Klänge seines Lebenswegs mit ein. Dazu gesellt sich die markante Stimme die nicht nur singend, sondern auch als Spoken- Word erklingt.

Trotz Vielfalt und Mühe steht nach einigen Hördurchläufen am Ende kein klares Ergebnis fest, sondern drei Worte: Ja, Nein, Vielleicht.

7 out of 10 stars (7 / 10)

Info: www.joachimwitt.de