The Animen: Are We There Yet?

The Animen: Are We There Yet?

(Nois-O-lution/ Indido) The Animen aus der Schweiz haben mit „Are We There Yet“ ihr zweites Album draußen. Wir erinnern uns noch an das hochgelobte 2013er Debüt „Hi!“, das nicht nur durch das Cover damals in guter Erinnerung blieb. Die Newcomer-Band mit altbewährtem Sound eine wahrlich beeindruckende Visitenkarte abliefert.

Der Vierer legt auf „Are We There Yet“ eine Spielfreude an den Tag, als hätten sie bereits im Kinderbett nichts anderes gemacht, als kratzigen Soul und Garage zu verschweißen, Pop-Hooks einfließen zu lassen und das Ganze mit der nötigen Rotzigkeit zu unterlegen, um nicht selten an die großen alten Herren des Brit-Rocks, The Who, oder an deren Erben, Mando Diao, zu erinnern. Und trotzdem sind The Animen alles andere al ein billiger Abklatsch erwähnter Bands. Alleine der Opener „Mami Wata“ zeigt: Hier hat jemand Melodiegespür – und vor allem die Gabe, Songs zu zelebrieren, die bereits im ersten Durchlauf unweigerlich sich den Weg in die Gehörgänge bahnen und keine Anstalten machen, selbige wieder zu verlassen. „These Aren’t Raindrops“ lebt von seinem ungekünstelten Orgal-Sound, „Below Eternal Snow“ besticht durch seine souligen Melodien und „Them On The Picture“ besitzt diese besondere Mischung aus Rotzigkeit und Eingängigkeit, ohne den berühmten Faden zu verlieren. „Are We There Yet“ ist ein Hit-Werk in elf Kapiteln, dass unweigerlich Lust auf mehr macht. Und auch wenn The Animen nie den kommerziellen Durchbruch schaffen sollten, so sei hiermit eine explizite Empfehlung ausgesprochen. Viel Besseres kann man aus dem Retro-Genre dieses Jahr bestimmt nicht mehr erwarten.

(9 / 10)

Info: www.theanimen.com