BARRELS: Invisible

BARRELS: Invisible

(Arctic Rodeo Recordings/Broken Silence) Kein einfaches Album, das Barrels als Debüt vorlegt. Es dauert einige Hördurchgange, um diese Platte zu erfassen. In erster Linie liegt das wohl daran, dass Barrels einen irgendwie paradoxen Eindruck hinterlässt: Einerseits wirkt das „Invisible“ überaus facettenreich, andererseits aber auch äußerst homogen. So schießen einem beim Hören massenhaft Assoziationen durch den Kopf. Etwa Helmet, Drive Like Jehu, Quicksand, Texas Is The Reason und zwischenzeitlich sogar die Foo Fighters. Dabei sind es oft nur sekundenkurze Fragmente – ein Basslauf etwa oder ein Gitarrenriff – die einen an die genannten Bands erinnern, und schon klingt das Quartett aus Hamburg wieder völlig anders und eigen. Barrels ist mal flott im Midtempo unterwegs oder präsentieren sich dezent Noise orientiert. Dann wiederum sind sie plötzlich latent melancholisch, aber das alles immer mit einer ordentlichen Portion Groove unterlegt. Zusammengehalten wird das Album von der leidenschaftlichen Stimme von Frederic Klemm, der „Invisible“ textlich nutzt, um den tragischen Tod seines Bruders zu verarbeiten.

Alles in allem bleibt man auch nach 20 maligem Hören noch unentschieden und verunsichert: Ist das nun richtig toll? Oder doch bloß guter Durchschnitt? Man weiß es nicht recht. Immerhin hinterlassen Barrels einen bleibenden Eindruck als viele andere Bands. Ist ja auch schon eine Menge wert.

7.5 out of 10 stars (7,5 / 10)

Info: www.facebook.com/Barrels.Band