THE COATHANGERS – Nosebleed Weekend

THE COATHANGERS - Nosebleed Weekend

(Suicide Squeeze / Cargo) Das fünfte Album von THE COATHANGERS, „Nosebleed Weekend“, greift genau die anziehende Scheißegal-Haltung und die zackige Instrumentierung ihres Debüts auf, schmückt sich jedoch mit einer neuen Songwriting Disziplin und einer Chemie, die sich so nur über ein Jahrzehnt entwickeln konnte.

„Nosebleed Weekend“ startet mit ,Perfume“, einem Song, auf dem heißblütiger Popgesang so auf harte Gitarrenriffs treffen, dass Ann und Nancy Wilson stolz sein dürften. Es wäre unmöglich, dass die COATHANGERS in ihren frühen Jahren einen derart eingängigen Song geschrieben hätten, doch im Jahr 2016 passt der Song wie das fehlende Puzzlestück zum Rest ihres Kanons. Von dort aus geht es weiter mit „Dumb Baby“, der an den kantigen Neo Garage Rock von den MURDER CITY DEVILS erinnert. Alte Fans, die auf den rotzigen Post Punk warten, werden mit „Squeeki Tiki“ beglückt. Und nach dem Laut-Leise-Lärm von „Excuse Me?“ ist es kein Wunder, dass KIM GORDON ein großer Fan der Band ist. „Nosebleed Weekend“ ist ein eklektisches Album, das sich vom Leben auf Tour, dem Verlust geliebter Menschen und dem Umzug von Gitarristin/Sängerin Julia Kugel nach Südkalifornien beeinflussen lässt. „Wir sagen immer, dass jedes Album eine Momentaufnahme ist“, sagt Kugel. „Was den Stil angeht, das ist das, was in diesem Moment aus uns herauskommt.“

Ob das nun der Garage Rock des Titeltracks, der Post-Punk Groove von „Burn Me“, der minimalistische Pop von „I Don’t Think So“ oder der dynamische Grunge von „Down Down“ ist – THE COATHANGERS performen alle ihre Songs mit Ernsthaftigkeit und Leidenschaft.

Info: www.facebook.com/TheCoathangersATL