THRICE: To Be Everywhere Is to Be Nowhere

THRICE: To Be Everywhere Is to Be Nowhere

(BMG / Warner) Man durfte gespannt sein, wie sich Thrice nach fünfjähriger Pause und dem letzten Album „Major/Minor“ nun mit „To Be Everywhere Is to Be Nowhere“ schlagen würden. Das Quartett aus dem kalifornischen Irvine, dass die omnipräsente Post-Hardcore Bewegung mitgetragen und –geprägt hat wie nur wenige andere, leistet sich auf ihrem mittlerweile achten Studioalbum keinen Fehltritt, soviel sei vorab festgestellt.

Der intensive Opener „Hurricane“ erklingt in bester Thrice Manier, glänzt mit herrlichen Leads und technischer Brillanz, vergisst aber gleichzeitig nicht, auch einen eingängigen Refrain parat zu haben. Sänger Dustin Kensrue verbreitet mit seiner Stimme dabei gekonnt ein Gefühl von melancholischer Eindringlichkeit. Er schafft es die alltägliche Empfindungen – egal, ob gute oder schlechte – mittels fast angreifbarer, wortgewandter Lyrics so behutsam und doch so nachdringliche zu transportieren.

Bei Songs wie der ersten Single Auskopplung „Blood On The Sand“ oder auch „Black Honey“ sowie „Whistleblower“ zeigen Thrice eindrucksvoll, dass sie eine Band mit konstantem Sound sind, aber sich in Sachen Weiterentwicklung keineswegs zurückhalten. Thrice gehen halt ihren Weg konsequent weiter und verfeinern ihren Stil um Nuancen, ohne sich dabei selbst zu verleugnen. Das Qualität so solide und gleichzeitig auch berührend sein kann, gelingt selten, aber Thrice haben beweisen hier, dass gut Ding sehr wohl Weile braucht und sich das Warten für den Fan hier richtig auszahlt.

(8,5 / 10)

Info: www.thrice.net