BAYSIDE: Vacancy

BAYSIDE: Vacancy

(Hopeless Records) Bayside liefern mit „Vacany“ ein Album über die gescheiterte Ehe von Frontmann Anthony Raneri ab, das in all seinen 11 Akten als homogenes Gesamtes davon erzählt, wie unschön diese Situation im Leben sein kann. Anfang 2016 trennte sich Bayside Frontmann Anthony Raneri von seiner zweiten Frau Mia Graffam, die Mutter seiner Tochter Georgia. Beide teilen sich fortan das Sorgerecht und um in der Nähe seiner Tochter zu sein,  folgte er seiner Ex, die als Tätowiererin in Nashville, Tennesse arbeitet. Dort zog er in ein Motel und fing an in seinen Liedern die Trennung zu verarbeiten. Wer jetzt ein Depri und Herzschmerz erfülltes Album erwartet, der wird eines besseres belehrt. Die Texte sind zwar sehr persönlich, aber triften niemals in die klischeebehaftete Herzschmerz-Welt ab, die solche Situationen oftmals mit sich bringt. Da sich die Zeit im Motel für Raneri wie Urlaub anfüllte, war der Titel des Albums schnell gefunden. Auch das Cover des Albums war relativ schnell im Kasten. Es zeigt das Motel, wo Raneri in dieser Zeit verweilte. In wunderbarer Schönheit entfaltet sich ganz im Gegensatz zum lyrischen Erguss die musikalische Komponente, wobei Bayside gekonnt zwischen melodischen Punk, Emocore und eine stets begleitenden Pop-Note pendeln. Dazu die charismatische Stimme und die Bayside-Typischen Singalong-Passagen von Anthony Raneri  machen “Vacany” zu einem echten Hörererlebnis. Bayside zeigen Eindrucksvoll, dass sie auch mit ihrem siebten Studioalbum weiterhin Akzente setzen.

8 out of 10 stars (8 / 10)

Info: www.facebook.com/Bayside