zZz: Juggernaut

zZz: Juggernaut

(Excelsior Recordings/H’Art) Eine Galerie an Sythies und ein Schlagzeug ist der ganze Stolz des noisigen Duos. Diese minimale Instrumentierung reicht den Niederländern Daan Schinkel und Björn Ottenheim völlig aus, um den maximalen Sound von zZz zu erzeugen. Auch auf ihrer neuesten Veröffentlichung „ Juggernaut“  verfallen sie dem Chaos aus elektronischen Klängen und dem treibenden Rhythmus der Drums.

Ganz ohne Saiteninstrumente erschaffen zZz den gleichen psychedelischen Flair wie Musiker- Kollegen, die eine verzerrte Gitarrenwand in Nebel hüllen. Stücke wie „Wild Girl“ sind der berstende Beweis für ein morbides Vergnügen, das in düsteren Clubs zum Stroboskop tanzen will. Die powervolle Geräuschkulisse aus Fuzz, Punk, Psychedelik und Wave bekommt stets einen melodischen Glattstrich der Orgel und den flirrenden Synthies  verpasst. Mit „Dead End“ und „Doze“ zeigen sich zZz von ihrer milden Seite, die ihnen ebenso gut steht wie das grelle Gegenteil.  In „Red Beat“ wird der Gesang gestrichen, damit die Orgel ihre krautige Rolle übernehmen kann.

Bunt durcheinander gemischt, wie in einem Kaleidoskop, drehen sich die Beats im letzten scheinbar endlosen Track. Langsam aber wirkungsvoll steigen sich die beiden Musiker von Sekunde zu Sekunde und beenden den schwindelerregenden Trip nach 20 schweißtreibenden Minuten.

8 out of 10 stars (8 / 10)

Info: www.facebook.com/soundofzZz