Black Marble: It´s Immaterial

(Ghostly International/ Cargo) Jede Menge Veränderungen bei Black Marble, neues Label, neuer Wohnort(Los Angeles) und obendrein ist Chris Stewart jetzt alleinverantwortlich für dieses Projekt. Im Sound hat sich nicht ganz so viel geändert. Immer noch handelt es sich um tiefgefrorenen Wave, der sehr gedämpft daherkommt. Diese Musik gefällt sich als gewaltiges Understatement, das Problem ist nur: auch nach oftmaligen Hören findet man nicht wirklich die tiefe Seele, die dahinterstecken könnte.

Die Songs spulen sich ohne merkbare Einschnitte stoisch ab, der Beat ist runter gekühlt, die Melodien sind handzahm und unauffällig. Ein Stück weit muss das bei diesem Genre ja auch so sein, doch leider funktioniert „It´s Immaterial“ eher als dezent cooles Modestatement, denn als Album mit Herz. Dabei sind die Arrangements durchaus geschmackvoll und raffiniert. Die tänzelnden Keyboard-Sounds von „It´s Conditional“ wirken sehr spielerisch und auch der Minimal-Wave von „Frisk“ gefällt in seiner introvertierten Verschachtelung, doch oft genug laufen die Stücke am Hörer vorbei, ohne das etwas hängen bleibt. Man gewinnt den Eindruck, Chris Stewart ging es mehr um ein homogenes Soundoutfit, als um die Songs an sich.

Eine Kombination aus beidem wäre der goldene Weg gewesen, so bleibt das schockgefrorene Horrorintro zu Beginn der spannendste Moment eines Albums, welches leider immer wieder nach dem Motto Stil über Funktion zu Werke geht.

5 out of 10 stars (5 / 10)

Info: www.facebook.com/blackmarblenyc