Bingo – French Exploitation 1978-1981

BINGO - FRENCH PUNK EXPLOITATION 19

(Born Dad / Cargo Records) Den ersten, echten, großen Schwindel des Rock’n’Rolls findet man nicht bei den Sex Pistols, und damit ist Mac Laren und seinem Film ,The Great Rock’n’Roll Swindle gemeint, sondern in Belgien, oder genauer gesagt bei Lou Deprijck und Yvan Lacomblez, zwei waschechte Brüssler.

Wenn Euch diese Namen euch nichts sagen, existieren dagegen die großen Chancen, dass ihr bereits bei ihrem Hit ,Ca plane pour moi!“ das Tanzbein geschwungen habt. Denn diese Beiden haben diesen Welthit geschrieben. Und genau da sind wir bei der Geschichte dieser Compilation.

BINGO – French Punk Exploitation 1978-1981 vereint um es kurz auszudrücken, das was sich die Chefetage der großen Plattenfirmen unter Punk vorgestellt haben. Obskurer Schlager mit rauen Gitarren. „Ca plane pour moi!“ ging um die Welt und machte die beiden Schöpfer sehr, sehr reich. Dieses weckte Begehrlichkeiten und erzeugte ähnliche Triebe wie der kommerzielle Zweig der Neuen Deutschen Welle. Die erste Punkwelle bei den französischen Majors war gefloppt. Stinky Toys und die Guilty Razors hatten die Verkaufserwartungen bei weitem nicht erfüllt, also besann man sich auf das alte französische Konzept.

Rock’n’Roll mit Spott zu verbinden. Und diese Formel funktionierte. Artdirectors, Produzenten, Texter und Komponisten werden in Anspruch genommen: extravagante Arrangements und idiotische, karikaturistische Texte geschrieben. Alle überbieten sich gegenseitig um noch punkiger als Punk zu sein. Und alles ist egal, wenn man nur noch Grotesken und Lächerlichen wird. Alle hatten Spaß damit und alle wollten Geld verdienen. Und ein paar der Stücke sind inspirierend, ja sogar kreativer als die Lieder, die sie nachäffen. Nichtsdestotrotz entstanden aus dieser Absurdität jede Menge Punkhits, die Dank Born Bad Records endlich auf einer Kompilation vereinigt sind.

Info: www.bornbadrecords.net