Ayo – Ayo

Ayo – Ayo

(Believe Recordings) „Ayo“ ist das überragende fünfte Album der weltweit erfolgreichen Soul Sängerin Ayo. Mit energetischer und bewegender Stimme verschmilzt sie Einflüsse aus Soul, Reggae, Folk, Pop und HipHop. Jeder Song auf dem Album erzählt Ayos persönliche Wahrheit auf andere Weise. Sie gibt einen tiefen Einblick in ihre Seele, teilt ihre Erfahrungen und zeigt was sie bewegt. Mit viel Emotion und Gefühl singt sie über Liebe, Traurigkeit, Angst und Hoffnung.

Ayo aka Joy Olasunmibo Ogunmakin wurde in Köln als Kind eines nigerianischen Vaters und einer Roma-Mutter geboren. Als Ayo (was „Freude“ in der Yoruba-Sprache ihres Vaters bedeutet) hat sie 1,5 Millionen Platten in 40 Ländern (Polydor, Universal France und Interscope Records) verkauft. Ihr Debütalbum, Joyful, chartete in den Top 10 vier verschiedener Länder. Das Essence Magazin verglich sie mit der großen Nina Simone. Sie trat mit Babyface auf, gewann prestigeträchtige europäische Musikpreise, trat in der Late Show with David Letterman und in der Late Late Show with Craig Ferguson auf. Und sie hatte das große Glück, als Opening Act für James Brown bei einem seiner letzten großen Konzerte aufzutreten,.

Es kommt nicht oft vor, dass eine Künstlerin ihr fünftes Album mit ihrem eigenen Namen betitelt. Das macht man normalerweise beim Debutalbum. Aber obwohl die Sängerin/ Songwriterin Ayo schon vier Alben produziert hat, ist es trotzdem passend, dass sie diesen besonderen Titel gewählt hat. Die vierzehn Songs auf dem Album verschmelzen Folk, Reggae, Soul, Pop und HipHop. Ayo hatte eine Reihe von Krisen zu bewältigen und macht einiges auf dem Album zum ersten Mal – so ist es eine persönliche und musikalische Widergeburt. „Das ist die erste Platte, auf der ich fast alles selber gemacht habe.“, sagt sie mit leuchtenden Augen: „Ich habe die Songs geschrieben, die Beats programmiert und es produziert. Da entstand das Gefühl einer großen Freiheit. Meine bisherigen Platten stammen auch von mir, aber dieses Album bin durch und durch ich. Es ist ein Neuanfang, wo ich zum ersten Mal wirklich ich sein kann, ohne meine Mission oder mich selbst erklären zu müssen.

So ist Ayos musikalische Mission kristallklar: Ayo macht schöne, anziehende Musik, die Positivität, Liebe und Licht ausstrahlt, die die Menschen etwas fühlen lässt: „Das ist kein Album für Leute, die sich gerne hinsetzen und alles durchdenken und analysieren. Das ist eine Platte für Leute, die etwas empfinden wollen … einfach nur fühlen und sein„, sagt sie. Es ist keine Überraschung, dass die Songs „Nothing“ und der verborgene, letzte Track, „Tout“ („Alles“), auf Französisch gesungen werden. Die Sängerin erklärt, dass es genau das ist, um was es auf dem Album geht: „Es geht um alles – und um nichts.“ Aber eigentlich geht es nur um eine Sache: um Emotionen. „Für mich ist Musik Emotion. Durch sie verbinden wir uns mit der Welt – egal welcher Ethnie du entstammst, oder an was für eine Religion du glaubst„, erklärt sie.

Ayo hat das Album in den letzten vier Jahren geschrieben. In dieser Zeit veränderte sich viel in ihrem Privatleben und in ihrer Karriere. So nimmt das Album den Hörer mit auf eine emotionale Reise, die von den selbstreflexiven Momenten von „Nothing“ zur Verzweiflung von „I Pray“ bis zur unschuldigen Hoffnung junger Liebe „I´m a Fool“ (die erste Single) reicht. „Ich war zum ersten Mal wirklich allein. Die Fähigkeit mich selbst zu akzeptieren und das Vertrauen in mich selbst wurden zu meinen besten Freunden. Ich habe neue, persönliche Herausforderungen bewältigt. Und bei dem Umzug von Paris nach Brooklyn wusste ich nicht, was vor mir lag. Aber ich hatte keine Angst. Ich genoss die Aufregung. Ich konnte alles tun oder nichts. Ich konnte sein, wer ich sein wollte und dabei gab es keine Angst.“, sagt sie und schaut dabei ziemlich ernst aus.

Die erste Single, “ I´m a Fool„, entstand, nachdem ihr Sohn ihr erzählte, dass er sich zum ersten Mal verliebt hat. „Die Art, wie er darüber sprach, war unschuldig und wunderschön. Das brachte mich zurück zu den Schmetterlingen, die ich spürte, als ich mich zum ersten Mal verliebt hatte. Jeder hat die Liebe kennen gelernt, die dich zum Narren macht„, erklärt sie und lächelt.

Liebe ist auch das Thema von „Paname“ (ein Slang Wort für Paris – zusammen mit der Banlieue). Der Song ist ein Liebesbrief an die Stadt der Lichter, die für immer in ihrem Herzen sein wird. Schließlich hat sie 10 Jahre dort gelebt. „Meine musikalischen Flügel sind mir dort gewachsen.“, sagt Ayo, die den Chor des Songs auf Französisch singt. „Ich setzte mich dort mit meiner Gitarre hin und die Leute waren ruhig und hörten mir wirklich zu. Das war der Anfang von allem. In dem Song geht um mein Paris – nicht um die Champs Élysées, sondern um die Gegenden, die du entdeckst, wenn du an der Metro über den Zaun springst. Mein Paris ist reich an afrikanischer und jamaikanischer Kultur. Am meisten an diesem Song liebe ich das Akkordeon, das ich selbst gespielt habe. “

Jeder Song auf dem Album erzählt Ayos persönliche Wahrheit auf andere Weise. „Ich denke mir keine Geschichten aus. Ich fühle mich regelrecht gezwungen, meine eigenen Erfahrungen und das, was mich bewegt, zu teilen. Wir haben alle dieselben Gefühle – Liebe, Traurigkeit, Angst und Hoffnung. Aber wir verbringen nicht genug Zeit damit, um über die echten Fragen zu sprechen.„, sagt sie.

Bei „Boom Boom„, einem Reggae-Song, ging Ayo von ihrer Empörung über Mike Browns Ermordung durch die Polizei 2014 in Ferguson, Missouri aus. Sie fragt, wie es heute mit Polizeigewalt und sozialer Ungerechtigkeit aussieht. Der Song beginnt mit Kindern, die einen Rhythmus sprechen: „1 und 1, 2 und 2, hebe deine Arme, oder er wird dich erschießen, 3 und 3, 4 und 4, jetzt besser deinen Arsch auf den Boden 5 und 5 , 6 und 6, immer aufpassen auf die Schweine, 7, 8, 9 und 10, schicke diese Nachricht an alle deine Freunde.“ „Dieser Song ist den Müttern der Opfer gewidmet„, sagt Ayo. „Als Mutter kann ich mir kaum vorstellen, was sie durchgemacht haben. Die Musik sollte eine Botschaft haben und ich denke, Musik sollte dazu verwendet werden, um etwas in den Menschen zu berühren und sie dazu zu bringen, das Richtige zu tun.“

Bei dem pianolastigen „I Pray“ geht es um einen Hilferuf in einer schwierigen Geldangelegenheit. Das Lied wurde auf ihrem Vintage Steinway Flügel in ihrem Pariser Atelier geschrieben. „Ich durchlebte ein sehr beängstigendes Moment in meiner Karriere. Ich dachte, ich werde alles verlieren. Ich betete um Hilfe. Dieses Lied handelt vom Glauben an eine höhere Macht und vom Überleben. Es war eine kathartische Erfahrung, den Song zu schreiben„, sagt sie.

Beim Reggae-infizierten „Nothing“ nimmt sich Ayo ihre persönlichen Dämonen vor. „Ich schrieb „Nothing“ schon vor Jahren. Da suchte ich nach Sachen, die mir ein besseres Gefühl in Bezug auf mich selbst geben sollten. Wenn Leute von Sucht sprechen, denken sie an Drogen. Meine Mutter war heroinsüchtig und ich dachte immer, dass ich Glück hatte, weil ich mich immer von den Drogen fern gehalten hatte und nicht mal trank. Aber ich kaufte zahllose Dinge, um mich besser zu fühlen. Und musste lernen, dass das Hoch nur von kurzer Dauer ist „, erklärt sie.

Beim heruntergestrippten, beseelten „Why“ arbeitet Ayo an der Beziehung zu ihrem Vater. „Ich habe die Sturheit meines Vaters geerbt.“, gibt sie zu: „Wir haben eine Zeit lang nicht miteinander gesprochen. Ich habe dieses Lied geschrieben, weil wir uns oft wiederholen und nicht sagen, was wir wirklich fühlen. Ich dachte: Was ist, wenn morgen alles vorbei ist, wie würde ich dann empfinden? Man darf nichts oder niemanden für selbstverständlich erachten.“

Why“ wurde auf der Kalimba (ein Holzbrett mit einer Reihe von Metallfurchen) komponiert, Ayo verwendet dieses afrikanische Instrument das erste Mal. Es ist nur einer von vielen Momenten auf dem Album, auf dem verschiedene Kulturen aufeinander treffen. Zusammen mit den oben erwähnten Reggae-infizierten Songs gibt es „Cupcakes & Candy“ mit afrikanischen Percussion-Sounds und Backing-Vocals. Ayos Liebe zum Hip-Hop wird bei „Forever & Beyond“ und bei „All I Want“ spürbar, wo sie sogar selbst rappt.

Ich habe viel durchgemacht, aber irgendwie habe ich schon immer gespürt, dass ich aus einem tieferen Grund auf der Welt bin, für einen höheren Zweck. Der liegt darin, die Angst und die Not mit anderen zu teilen, um ihnen zu helfen, sich mithilfe der Musik mit der Welt zu verbinden„, fügt Ayo hinzu.

Info: www.ayomusic.com