BRITTA PERSSON: Die mit der Katze kuschelt

Britta Perrsons musikalischer Werdegang begann als Gastsängerin auf Kristofer Åströms Platte „So much for staying alive“. Dieser Gastbeitrag öffnete ihr die Tür für ihre eigene Karriere. Es folgte eine EP, das Debüt „Top Quality Bones And A Little Terrorist“ und das 2008 erschienene „Kill Hollywood Me“.  Britta Perrson mauserte sich im Indie-Zirkus zu einem Geheimtipp. Danach zog sich Perrson zurück und nahm sich Zeit und schrieb an den Songs für „Current Affair Medium Rare“. Zusammen mit Per Nordmark wagte sich die Musikerin aus Uppsala zum ersten Mal an eine üppige Studioproduktion. Eine Punktlandung! Britta Perrson war im Januar mit Johnossi auf Tour um ihr neues Album „Current Affair Medium Rare“ live zu präsentieren. Per E-Mail beantwortete Britta Perrson uns letzte Woche einige Fragen zur Tour und zum neuen Album.

Hallo Britta, wie geht es Dir?

Britta Persson: Danke, es geht mehr sehr gut. Stockholm ist gerade sehr verschneit und kalt, was ich als Strafe für die wirklich schöne Tour im Januar halte.

Auf deiner Homepage hast du geschrieben, dass „Current Affair Medium Rare“, „one of the best albums in a long time“ ist. Erzähl mal kurz etwas über das Album.

Britta Persson: Es ist schwer seine eigene Musik zu beschreiben, aber dennoch wäre es eine Schande, wenn ich nicht so über mein Album denken würde. Wir haben versucht es eingängig und einladend für den Hörer zu machen. Ich hoffe, dass man das beim hören spürt.

Wie betrachtest du „Current Affair Medium Rare“, verglichen zu deinen bisherigen Alben?

Britta Persson: Meiner Meinung nach ist es einfach besser als die beiden vorherigen Alben. Es ist die logische Konsequenz meiner musikalischen Weiterentwicklung.

Stimmt es, dass du sehr lange an dem Album gearbeitet hast?

Britta Persson: Ja, dass ist richtig. Ich hab fast ein Jahr an „Current Affair Medium Rare“ gearbeitet.

Dein Album klingt frisch und gut strukturiert. Ist es genau das Popalbum, was du Dir vorgestellt hast?

Britta Persson: Wohoo! Danke fürs Kompliment. Ich bin froh, dass es am Ende so geworden ist. Ich hatte einige Freunde bei den Aufnahmen dabei, deren Input und Ideen ebenfalls hier mit eingeflossen sind. Auch wenn es mein Album ist, habe ich deren Ideen und Tipps angenommen.

Wie war es denn für dich mit einem Co-Produzenten und anderen Musikern zu arbeiten? U.a. mit Per Nordmark.

Britta Perrson: Die Aufnahmen waren sehr relaxt und verliefen glatt über die Bühne. Ich arbeite schon länger mit Per Nordmark, was alles sehr vertraut macht. Das Beste war, das in unserem Studio eine niedliche Katze hauste und immer wenn man einen kühlen Kopf brauchte, schnappte man sich die Katze und kuschelte mir ihr. Eine Katze ist für ein Studio wirklich gut geeignet. Ich kann das nur empfehlen.

In deiner Heimat Schweden hast Du Dir bereits einen Namen gemacht. Glaubst du, dass „Current Affair Medium Rare“ dir auch europaweit zu mehr Aufmerksamkeit verleiht?

Britta Persson: Keine Ahnung. Ich werde einfach weiterhin arbeiten und schauen was passiert. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn es funktionieren würde.

Du hast im Januar für Johnossi den Opener gemacht. Wie war das für dich?

Britta Persson: Es war schön, die ganz verschiedenen Menschen im Publikum zu sehen. Bis auf eine Show hat mich das Publikum voll unterstützt, was ich sehr genossen habe. Johnossi haben wirklich ein grandioses Publikum, was bunt gemischt ist und alle Facetten mit sich bringt. Ich hoffe, dass ich bei den Shows einige für mich gewinnen konnte.

Hast du eigentlich schon von klein auf Gitarre gespielt und spielst noch ein weiteres Instrument?

Britta Persson: Ich hab mir das Gitarrespielen vor einigen Jahren selbst beigebracht und spiele ansonsten ganz wenig Keyboard. Nicht perfekt, aber für die Aufnahmen des Albums hat es gereicht. Ansonsten spiele ich leider keine Instrumente mehr.

Wenn du die Wahl hättest mit einer Band auf Tour gehen zu können. Welche würdest du wählen?

Britta Persson: Johnossi.

Was machst du eigentlich neben der Musik?

Britta Persson: Nichts! Essen und lange Spaziergänge gelten nicht als Hobby, oder? Ich wünschte, ich hätte Hobbys, habe ich aber nicht. Ich verbringe all meine Zeit mit Musik.

Was wünschst du dir in Zukunft?

Britta Persson: Tricky Fragen. Ich weiß es nicht. Ich denke nicht viel über die Zukunft nach. Vielleicht Kinder, weitere Tourneen und gute Melodien schreiben. Ich zerbreche mir darüber nicht den Kopf und wirble einfach von Tag zu Tag.

Gibt es noch etwas, was du los werden willst?

Britta Persson: Nope. Nichts! Aber danke für das Interview!

Info: www.brittapersson.com

(Markus Tils)