BLACK FRIDAY 29: Kölle Alaaf

(17.01.2009, Köln, Underground) Zwei Stunden nach dem Konzert trafen sich viele Besucher der Show noch im Artheater bei der A-Phone. Auf die Frage, wie die Show war, gab es folgende Antwort: Die erste Band war nix, die zweite war überraschend gut, die dritte enttäuschend und Black Friday 29 gut wie immer. Rückblende:

Die erste Band des Abends waren „Hardflip“ aus Mönchengladbach. Die füllten die Bühne mit gefühlten 100 Leuten, wobei es doch dann 7 oder 8 waren und ziemlich statisch dabei wirkten. Es machte den Eindruck, als ob die Jungs nicht wirklich Bock hatten. Vielleicht lag es auch einfach daran, dass Hardflip mit ihrem Bollo-Hardcore an diesem Abend beim Publikum einfach nicht ankamen.

Mit „Kingdom“ kamen die Lokalmatadore des Abends. Die Kölner widmeten gleich Empty Vision einen Song. Empty Vision spielten nämlich zeitgleich, in ihrer Heimat Wunstorf (bei Hannover), ihre Abschiedshow. Kingdom, deren Frontmann die ganze Breite der Bühne ausnutzte, war sehr agil. Ihr Sound war kompakt, dreckig und wuchtete ordentlich aus den Boxen. Schade, dass die Zeit bei ihnen so schnell vorbei ging.

Würden „All For Nothing“ MetalCore spielen, hätte man die Perfekte „Walls Of Jericho“ –Kopie am Start gehabt. Oder doch nicht? Naja, WoJ haben doch eine andere Ausstrahlung und hauen alles um, was ihnen in den Weg gestellt wird. Bei „All For Nothing“ hingegen wird an diesem Abend mit Wattebällchen Hardcore fabriziert. Die Songs auf deren MySpace Seite sind echt nicht schlecht, aber was an diesem Abend gebracht wurde, war einfach enttäuschend. Die Vocals der Shouterin waren ziemlich dünn und sehr monoton. Kein Wunder, dass sie das Publikum aufforderte die Hände aus der Tasche zu nehmen, „schließlich sei es doch eine Hardcore Show“. Bis auf einige „Berufs-Mosher“ langweilten sich recht viele bei „All For Nothing“. Schade eigentlich.

Mit „Kölle Alaaf“ betraten „Black Friday 29“ die Bühne, was nach dem ersten Song mit „Ruhrpott- Ruhrpott“ Rufen beantwortet wurde. Die Jungs aus dem Pott hatten an diesem Abend einige Leute aus der Heimat dabei. Schließlich ist es ja nicht allzu weit. „Black Friday 29“ hatten sofort – und ohne jeglichen Zweifel – das Publikum auf ihrer Seite. Shouter Björn animierte und die Bühne wurde zur Stage-Dive Anlage umfunktioniert. Eine äußerst lockere Stimmung herrschte und Black Friday 29 konnten mit ihrem Material erneut unter Beweis stellen, dass sie zu den Top Bands der Szene gehören. Nach 8 Jahren Bandgeschichte, war es die erste Show in Köln und zugleich ein gelungener Einstand. Und wenn alles klappt, dann sieht man „Black Friday 29“ im Sommer wieder auf einer Kölner Bühne. Mit Hinblick auf den anstehenden Studioaufenthalt schmetterten „Black Friday 29“ ihre Zugaben aufs Publikum nieder und entließen das Publikum – gut durchgeschwitzt –  in die Nacht.

Info: www.myspace.com/BlackFriday29

(Markus Tils)