TAXI VIOLENCE: Augen zu und durch

(16.10.2009, Düsseldorf, FFT) Es ist schon frustrierend, wenn man 9500 km hinter sich gebracht hat und an einem Freitagabend vor einem Dutzend Leute spielt, von denen die Hälfte zum Personal der Location gehört. Richtig Spaß macht das nicht.

Dabei zählen Taxi Violence in ihrer Heimat Südafrika zu den eigenständigsten Rockbands. Ihre Musik ist ein Mix aus Retro Rock’n’n Roll und Southers Swamp Blues. Treibender Bass, ein dynamisches Schlagzeug und ein ausgeprägtes Gitarrenspiel bilden dabei den musikalischen Rahmen.  Dazu hat die Band mit Sänger George van der Spuy einen Frontmann, dessen melodischer Gesang überzeugt. Doch zuvor ging es mit der Vorgruppe StageGo los. Die Band aus Dortmund begrüßte die wenigen Gästen entsprechend zum exklusiven Konzert. Man merkte es ihnen es an, dass sie sich etwas anderes an dieses Freitagabend vorgestellt haben. Nach 50 Minuten war deren Gig auch vorbei und leitete den Umbau ein.

Im ersten Moment glaubte man, dass Taxi Violence noch den Soundcheck machen, was aber nicht so war. Die Jungs aus Kapstadt legten los und ließen sich trotz der geringen Anzahl an Anwesenden die Laune nicht verderben und präsentieren sich trotz allem hoch motiviert. Gerade Gitarrist Rian Zietsman zeigte vollen Einsatz und auch Drummer Louis Nel haute die Felle ordentlich. Bassist Jason Ling hingegen schielte desöfteren zum „unbewachten“ Merchstand um sicher zu gehen, dass nix verloren geht. Die Chance überhaupt hier spielen zu können, reichte den Südafrikanern schon, da sie selbst wussten, dass sie hierzulande ein umbeschriebendes Blatt sind und ihr Album „Turn“ nur über den Import zu haben ist. Das wird sich bestimmt Frühjahr 2010 ändern, wenn ihr Album hierzulande vertrieben wird. So lange hieß es an diesem Abend: „Augen zu und durch“. So ist das Leben auf Tour… Coole Mucke, die an diesem Abend in Düsseldorf keinen interessierte…

Info: www.myspace.com/taxiviolence

(Markus Tils)