TRIBUTE TO NOTHING: Ehrliche Emotionen mit Wirkung

(28.11.2009, Hamburg, Headcrash) Das Jahr ist fast um, doch Tribute To Nothing lassen es sich trotz Tour Pause nicht nehmen noch einmal auf den Putz zu hauen, um noch einmal zwei Konzerte in Deutschland zu spielen. Am 27.11 waren sie bereits beim Ass-Card Records 11th Anniversary Fest in Dortmund u.a. mit Hot Water Music, A Wilhelm Scream und Strike Anywhere dabei. Im kleinen Rahmen sollte dann noch eine Show, ebenfalls im Namen von Ass-Card Records in Hamburg zum Besten gegeben werden. Spätestens seit dem Album „How many times did we live?“ gelang es der Band auch in Deutschland Fuß zufassen und sind neben ihrem eigenen Label Lockjaw Records auch in Deutschland unter Vertrag.

Im Namen von Ass-Card Records wurden Tribute To Nothing von der Nordrhein-Westfälischen Band The Escape Artist und der bayrischen Band The Red Tape Parade supported. Pünktlich zu Beginn von The Escape Artist war das Hamburger Headcrash noch ziemlich leer. Also keine leichte Aufgabe die Leute anzuheizen. Wer den Sound von Tribute To Nothing mag und etwas Ähnliches bei The Escape Artist erwartet hat, wurde vermutlich enttäuscht. Denn wie die Band sich selbst auf Myspace beschreibt, spielen sie Melodramatischen Pop-Song Rock. Richtig einheizen konnte die Band dann vermutlich nur bei den Leuten, die im Headcrash die Band kannte und auch mochten. The Red Tape Parade gingen dagegen schon etwas härter an die Sache heran und konnten mit Hardcore und Punk-Rock Klängen die Zuschauer in ihren Bann ziehen. Ihr Sound findet sich in ihren Einflüssen von Bands wie Dag Nasty, Good Riddance, Minor Threat und Farside deutlich wieder.

Nachdem sich nun auch das Headcrash etwas mehr gefüllt hat und das Publikum ausreichend angeheizt wurde, sollten Tribute To Nothing auch nicht mehr lange auf sich warten. Mit ihrer Impulsivität und bemerkenswerten Bühnenpräsenz preschten sie gleich zu Anfang los und haben nichts anbrennen lassen. Auch das Publikum war sofort in Fahrt und haben mindestens mit dem Kopf genickt, still bleiben konnte keiner mehr. Mit Liedern wie „Every Word’is a Whisper“, “Something I Can Trust“ oder “Weather You’re Ready Or Not” wurden meiner Meinung nach schon zu Anfang einige ihrer Besten Songs performt. Woran erkennt man, dass Bands auf der Bühne nicht simulieren und alle Emotionen wirklich echt sind? Wenn man es wie Sänger Sam, bei jedem Konzert mindestens einmal schafft, irgendwas kaputt zu machen oder umzureißen. Diesmal war es gleich zu Anfang sein Mikroständer, dabei frage ich mich wie er es dabei auch noch geschafft hat Mirkofon und Kabel durch die Gegend zu schleudern. Ohne ihren Rowdie hätten die Jungs ein ernsthaftes Problem. Der kleine Zwischenfall lenkte aber nur sehr kurz von der Performance ab, immerhin gab es noch zwei weitere Mikros, die noch an ihrem Platz standen. Die Jungs waren nicht perfekt aber herzlich, es schlichen ab und zu ein paar kleiner Fehler oder kleinere Probleme ein, die die Band aber selbst belächelte und einfach weiter macht. Tribute To Nothing stellten ihre Setlist auch diesmal aus den zwei aktuellsten Alben zusammen. Die Songs greifen wunderbar in einander über und ergeben ein schönes Gesamtkonzept. Das Lied „Day In Day Out“ darf bei keinem Tribute To Nothing Konzert fehlen und schließlich gab es das Beste auch zum Schluss. Beim Publikum und auch bei dem Rest von Ass-Card Records konnte nun keiner mehr stehen bleiben, die Crew und auch u.a. Tobias von The Escape Artist performten die letzten Strophen mit den Jungs zusammen. Ein toller Abschluss für einen tollen Abend, jedoch wurde es noch runder durch die Zugabe mit „Quicksand Mindset“. Bleibt nur zu hoffen, dass uns die Jungs bald wieder beehren und uns mit ihrer tollen Show nicht allzu lange warten lassen.

Info: www.tributetonothing.com

(Marina Micic)