MARK LANEGAN: An Acoustic Performance

(07.05.2010, Köln, Luxor) Ein Konzert so pur wie das nackte Leben. Die Stimme Lanegans nur begleitet von einer akustischen Gitarre. Ein Freitagabend in Köln – um 21 Uhr betreten Mark Lanegan und Gitarrist David Russell die Bühne im nicht ganz ausverkauften Luxor. Was durchaus der relativ hohe Preis von 27 Euro zu verantworten hatte.

Mit dem Opener „When your number isnt up“ des Albums Bubblegum eröffnete Lanegan diesen puren, intimen Abend. Seine intensive Stimme brachte das Publikum augenblicklich zum schweigen und durchdrang den Club bis in die hinterste Reihe. Es gibt wenige Sänger denen man die Emotionen der Songs so sehr abkauft und mitfühlt wie Mark Lanegan. Ehrwürdige Beachtung seitens des begeisterten Publikums erntete die pure und einfache Darbietung aller Songs dieses Abends. Vergleichbar mit einem einfachen, schnörkellosen Auftritts in einer Fußgängerzone. 2 Musiker mit vielen Geschichten im Gepäck. Fantastisch. Die Songauswahl deckte alle relevanten Alben ab, so folgten Songs wie „One Way Street“, „Message to Mine“, „One Hundred Days“ oder der Kracher „Hangin‘ Tree“, von den Queens of the Stone Age aufeinander. 22 hervorragend gespielte Songs inklusive einiger Cover vorheriger Stationen Lanegans, wie „Where the Twain Shall Meet“ von den Screaming Trees oder „Can’t catch  the Train“ von den Soulsavers, stellten die Besucher des Abends sichtlich zufrieden.

Wer die Gelegenheit hat Mark Lanegan mit einer seiner „acoustic performances“ zu sehen, sollte diese Chance nutzen, denn gute Musik, eine einzigartige Stimme gespickt mit einer Überdosis Gefühl, so pur zu erleben ist ein seltenes Erlebnis, welches mich persönlich auch Tage danach noch von diesem Abend schwärmen lässt.

Info: www.myspace.com/marklanegan

(Lars Quiel)