A DAY TO REMEMBER: Common Courtesy

A DAY TO REMEMBER

(Caroline International/Universal) Man durfte gespannt sein, wie sich nach dem fulminanten Vorgängeralbum „What Separates Me from You“ und dem darauffolgenden dreijährigen Rechtstreit mit Victory Records der nächste Evolutionsschritt im Hause A Day To Remember vollziehen würde.  Die Band aus Florida, das die omnipräsente Post-Hardcore Szene momentan wie keine andere Band prägt, leistet sich auf dem eigenständig finanzierten und produzierten Album „Common Courtesy“ keinen Fehltritt.  Die Amis gehen ihren Weg konsequent weiter und verfeinern ihren Stil um weitere Nuancen, ohne sich dabei selbst zu verleugnen. Der Opener „City Of Oscala“ prescht in bester ADTR-Manier vor, glänzt mit herrlichen Leads und technischer Brillanz, vergisst aber gleichzeitig nicht, auch einen reingängigen Refrain parat zu haben.  Der Spagat zwischen treibender Brutalität und endverbraucherfreundlichen Songs ist auf „Common Courtesy“ gelungen. Gute Beispiele hierfür gibt es viele, wobei jedoch vor allem die klassisch nach vorn peitschenden Nummern „Dead And Buried“, „Violence“ oder auch  die Ballade „I’m Already Gone“ zu nennen wären. Sänger Jeremy McKinnon ist ohnehin eine Bank, setzt sich auf „Common Courtesy“ jedoch erneut gekonnt in Szene und brilliert sowohl mit herrlich aggressivem Geschrei als auch variablen Gesang. A Day To Remember zählen mit ihrem neuen Album zu den Besten, was zeitgemäßer Post-Hardcore zu bieten hat, weswegen die Zielgruppe hier folgerichtig nichts falsch machen kann.

Info: www.adtr.com

(Markus Tils)

Tour 2014:
25.01., München, Zenith
31.01., Leipzig, Haus Auensee
01.02., Bremen, Pier 2
02.02., Berlin, Columbiahalle
04.02., Offenbach, Stadthalle
05.02., Oberhausen, Turbinenhalle