XTR Human: Atavism

XTR Human: Atavism

(No Emb Blanc) So düster wie der erste Eindruck von „Death Of The Salesman“ bleibt das neue Album von XTR Human nicht auf ganzer Länge. Die Musik blickt mit finsterer Mine, ohne ein Lächeln im Gesicht in den Spiegel der Vergangenheit und sieht sich dort als Bote beliebter Genres jener Zeit. Coldwave, Postpunk und Shoegazer- Einflüsse triefen aus dem dichten Sound der Stuttgarter.

Bassige Gitarren drücken die elektronischen Klänge zu Boden, in denen die Worte oft versinken. Zum schweren Takt von „Golden Dawn“ stampfen die Füße und lassen die Augen in gewohnter Shoegazer Haltung am Boden kleben. Das Schlagzeug erzeugt dazu einen gleichmäßig pulsierenden Herzschlag. In „Monitor“ bekommen die Saiteninstrumente einen metallischen Überzug der die New Wave Adern nun mit Blut füllt. Der warme Lebenssaft fließt wohlig durch den Körper und vertreibt für einen Moment die Dunkelheit.

Durch den synthetischen Anteil blitzt ansatzweise immer etwas Tageslicht, welches den stimmungsvollen Anteil der Songs erhebt aber schnell wieder abebben lässt. Die schwarze Seele der Musiker lässt sich nicht durch eine andere Farbe ersetzen. Wenn es in „Lost Symmetry“ melodisch erhellt, werden die Sonnenbrillen aufgesetzt damit sich die Welt um „Atavism“ mit „Torn Apart“ hymnisch abdunkelt.

7 out of 10 stars (7 / 10)

Info: www.xtrhuman.de