FEAR FACTORY: Genexus

FEAR FACTORY - Genexus

(Nuclear Blast / Warner) Als Fear Factory vor 20 Jahren ihr Album „Demanufacture“ mit dem Überhit „Replica“ veröffentlichten, feierten wir die Band total ab und waren natürlich auf deren ausverkauften Konzert in der Kölner Live Music Hall. Das darauffolgende Album „Obsolete“ hörten wir ebenfalls rauf und runter und die Boxen unserer Autos wurden stark in Mitleidenschaft gezogen. Aber danach war deren Sound Industrial-Sound im Freundeskreis nicht mehr so gefragt und letztendlich verliert man dann auch nun mal das Interesse an dem Sound. Nun, das ist jetzt fast 20 Jahre her und nach all der Zeit kann man sich mal die neue Scheibe anhören.

Schon die ersten programmierten Doublebass-Attacken beim Opener „Autonomous Combat System“ sind so charakteristisch, dass man sich gleich wohl fühlt. Dann ist man doch etwas verwundert, weil sich Dino Cazares über „Genexus“ wie folgt äußerte: „Wir wollten eine neue Mischform erschaffen. Etwas, das jeden Aspekt, der uns ausmacht, aufgreift. Musikalisch. Textlich. Du kannst das Organische, das Technologische hören; die Vergangenheit und die Zukunft. Es ist der nächste Weiterentwicklungsschritt von FEAR FACTORY.“

Hab ich es auf den Ohren?!? Fear Factory klingen wie immer. Ich weiß jetzt nicht, welchen musikalischen Ausflug Fear Factory zwischen „Obsolete“ und dem jetzigen Album gemacht haben, aber einen großen Unterschied hört man jetzt nicht. Anders ausgedrückt: Back To The Roots? Naja, so würde ein Schuh draus, wenn die Band nicht so großspurig von Weiterentwicklung spricht. Wo sich diese Weiterentwicklung befindet, entzieht sich mir jeglicher Grundlage. Nichtsdestotrotz brettern Fear Factory standesgemäß und Sänger Burton C. Bell pendelt zwischen Growls und elektronischen cleanen Gesang. „Genexus“ wird zum Ende deutlich besser und Songs wie „Church Of Execution“, „Regenerate“ und „Battle For Utobia“ überzeugen mich dann doch.

7 out of 10 stars (7 / 10)

Info: www.facebook.com/fearfactory