FILTER: Crazy Eyes

FILTER: Crazy Eyes

(Spinefarm /Universal Music) Auch wenn immer wieder hingewiesen wird, dass Filter eine mehrfach prämierte Platin Alternative Band ist, liegt der große Erfolg schon etliche Jahre zurück. Mit dem 2002 Album „The Amalgamut“ schaffte es die Band um Mastermind Richard Patrick  letztmalig in die deutschen Albumcharts.

Daran wird auch sicherlich „Crazy Eyes“ nichts ändern. Angekündigt wird das mittlerweile siebte Studioalbum als eine Hommage an Debütalbum „Short Bus“. Das steigert die Erwartungen und entsprechend hoch ist am Ende die Enttäuschung über die 12 neuen Tracks. Der stampfende Opener „Mother E“ klingt recht holprig und auch das drauffolgende „Nothing In My Hands“ stolpert mehr schlecht als recht in die richtige Spur. Erst mit „Take Me To Heaven” und „Head Of Fire” erklingen die ersten Lichtblicke des Albums. Zum Ende verläuft sich Filter in seinem eigenem Soundsystem und macht es dem Hörer nicht einfach. An einigen Stellen versucht es Filter immer wieder mit der Brechstange. Mitverantwortlich dafür ist auch der Mann hinter dem 1999er Platinum ausgezeichneten Album „Title Of Record“, Produzent Ben Grosse (Thirty Seconds To Mars, Marilyn Manson) und Michael „Blumpy“ Tuller (Nine Inch Nails), die beide am Entstehungsprozess beteiligt waren.

Des Weiteren tauschte Richard Patrick mal wieder seine komplette Band aus. Diesmal arbeitete er eng mit den neuen Bandmitgliedern Oumi Kapila (Gitarren, Programming), Ahsley Dzerigian (Bass), Chris Reeve (Drums) und Bobby Miller (Keyboards) zusammen sowie den alten Mitgliedern Johnny Radke und Danny Lohner. Gemixed wurde das Album von Brian Virtue (Janes Addiction, Thirty Seconds To Mars, Deftones) und von Howie Weinberg ( Van Halen, Mars Volta, The White Stripes) gemasterd).

Letztendlich ändert „Crazy Eyes“ nichts an der Tatsache, dass Filter bereits mit den ersten drei Alben musikalisch alles gesagt hat.

6 out of 10 stars (6 / 10)

Info: www.facebook.com/Filter