THE DRONES: Feelin Kinda Free

THE DRONES: Feelin Kinda Free

(Tropical Fuck Storm Records / H’ART) „Feelin Kinda Free“ ist das mittlerweile siebte Studioalbum der australischen The Drones. Bitte nicht verwechseln mit der Punkband The Drones aus Manchester. Aufgenommen in den Tropical Fuck Storm Studios in Melbourne mit Hilfe von Aaron Cupples, der auch schon das 2006er Album „Gala Mill“ hinter den Reglern begleitet hatte. „Feelin Kinda Free“ ist aber auch das erste Album seit mehr als zehn Jahren, das wieder mit dem ursprünglichen Drummer Christian Strybosch eingespielt wurde, und so hat sich mit den langjährigen Bandmitgliedern Gareth Liddiard, Fiona Kitschin, Dan Luscombe und Steve Hesketh das alte Team wieder zusammengefunden.

Die Band bezeichnet „Feelin Kinda Free“ als einen schlechten Trip, zu dem man jedoch tanzen kann. Das mit dem Tanzen kann ich mir jetzt nicht vorstellen, dennoch haben The Drones jede Menge Erfahrung, Kenntnis und ein großes Verständnis für die Musik – alles ist reichhaltig vorhanden. Das erlaubt der Band, rein musikalische Verknüpfungen herzustellen, über dem Genre zu stehen, zeitlich und räumliche Einschränkungen außen vor zu lassen.

Und auch textlich hält man sich gerne entfernt von den üblichen Vergleichen und Floskeln, die einem sonst um die Ohren gehauen werden. The Drones singen über das Koro Syndrom, die Früchte des westlichen Imperialismus, Rassenunruhen und dem aufkommenden Geist des Neofaschismus, über ISIS, Celebrity Chefs oder auch einfach nur über das Lebens als „fucking cunt“. So schmelzen Noise und Art-Rock stimmig ineinander und nehmen den Hörer auf einen schwermütigen und lakonischen Trip mit.

7.5 out of 10 stars (7,5 / 10)

Info: www.facebook.com/TheDrones