Good Charlotte: Youth Authority

Good Charlotte: Youth Authority

(MDDN / Rough Trade) Nach fünfjähriger Pause bringen die Pop-Punks von Good Charlotte ihr sechstes Studioalbum auf den Markt.  Dabei waren die beiden Madden-Brüder alles andere als untätigin dieser Zeit. Die meiste Zeit verbrachten sie in ihrem eigenen Studio im Herzen Hollywoods, wo sie für andere Künstler unterschiedlichster Genres aufnahmen und produzierten. Außerdem saßen die beiden in der Jury der australischen Version von The Voice.  Dass Joel und Benji überhaupt wieder anfingen Musik zu schreiben, ist laut den beiden wohl der australischen Pop-Band 5 Seconds Of Summer zuzuschreiben. Die Zusammenarbeit mit der jungen Band erinnerte die Brüder an den Spaß, den sie mit ihrer eigenen Band hatten und inspirierte die beiden 2015 schließlich dazu, mit Good Charlotte einen Neuanfang zu starten. Ehrlich gesagt, klingt das ziemlich uncool! 🙂

Egal, die 12 neuen Songs auf „Youth Authority“ sind eingebettet in einem homogenen hochmelodischen Klangbild, wirken dabei zwar beliebig, aber detailverliebt. Auf Spaß und Party liegt erneut der Schwerpunkt des Albums. Pop-Punk, wie man ihn von Good Charlotte gewohnt ist. Da darf mit „Life Can’t Get Much Better“  die obligatorische Ballade auch nicht fehlen. Überraschend liest sich die Gästeliste:  Bei „Keep Swingin’“ hört man Kellin Quinn von Sleeping with Sirens, was jetzt nicht wirklich überraschend ist, aber wieso sich Biffy Clyro Frontmann Simon Neil hat hinreißen lassen, um bei „Reason To Stay“ mitzumachen, müsste man ihn bei Gelegenheit mal fragen. 12 Mal gut gemachter Pop-Punk, der jedoch im Schatten des neuen Blink 182 „California“ bleibt. Dennoch, Spielfreude und Engagement sind hier gut spürbar. Wer schon immer Good Charlotte Fan war und etliche Pop-Punk Konsorten mag, sollte hier auf jeden Fall zuschlagen.

7 out of 10 stars (7 / 10)

Info: www.goodcharlotte.com