Dolores Haze: The Haze Is Forever

Dolores Haze - The Haze Is Forever

(Woah Dad!) 1955 tauchte der Name Dolores Haze schon einmal auf, nur in einer anderen Form der Kunst, nämlich in der Literatur. 60 Jahre später benennen sich vier Schwedinnen, die ihre Instrumente krachend malträtieren, nach der weltbekannten Lolita. Rotziger Gesang, scheppernde Drums, ein wenig Synthiesound und schwere Basslinien prägen das Debüt von Dolores Haze. Im übersteuerten Garagensound schrammelt das Quartett die durchschnittlich zwei Minuten- Kurzzeit- Tracks dreckig runter. Spätestens bei „Crazy About Me“ ist man dem punkigen Geschepper der kecken Damen verbunden. Wie es sich für eine Dolores Haze gehört, wandeln sich die ungestümen Klänge von „Touch Me“ in ein melodisches Meer aus verzerrten Saiten mit lieblich gesungener Stimme. Der Zucker klebt allerdings nicht lange auf den Stimmbändern von Groovy Nickz. Kopfnicken, Haare schütteln und weiter geht’s im wüsten Dasein der jungen Band. Aber „Gabba Gabba Hey“, „The Garden“ setzt den chaotisch, perfekt klingenden Schlussstrich nach einer schroffen aber viel zu kurzen Spielzeit. Dolores Haze werden die Welt mit „The Haze Is Forever nicht verändern“, aber 21 Minuten lang geräuschvoll verschönern.

8 out of 10 stars (8 / 10)

Info: www.facebook.com/doloreshazeband